Eklat um Macklemore
Alle Künstler kündigen Zusammenarbeit mit Ed Sheeran auf Tour
Aktualisiert am 16.09.2026Lesedauer: 2 Min.
Wegen politischer Statements wird US-Rapper Macklemore von Ed Sheerans Tour ausgeschlossen. Nun schildert der Popstar seine Sicht der Dinge. Weitere Vorbands steigen aus.
Nach pro-palästinensischen Äußerungen und dem Ausschluss von US-Rapper Macklemore aus dem Vorprogramm seiner Tour hat Popstar Ed Sheeran erstmals Stellung dazu bezogen. Zudem haben als Konsequenz weitere Künstler angekündigt, nicht mehr als Sheerans Support-Acts auftreten zu wollen.
Ed Sheeran schrieb mit Blick auf die Entscheidung um Macklemore, dass diese vom Tourveranstalter getroffen worden sei, nicht von ihm. Er habe in den vergangenen Tagen ausgiebig unter anderem mit Vertretern der Veranstaltungsorte, dem Tourveranstalter und „Aktivisten auf beiden Seiten“ gesprochen, um eine Lösung zu finden, war jedoch nicht erfolgreich. Er sei „entsetzt“ vom Nahostkonflikt und dem Leid auf beiden Seiten, habe dazu eine „persönliche Meinung“, schrieb Sheeran weiter. „Nur weil ich mich dazu nicht öffentlich äußere, heißt es nicht, dass ich diese nicht habe, und es heißt auch nicht, dass es mir egal ist.“
Ed Sheeran: Will Ort der Sicherheit und Zuflucht schaffen
Er respektiere es, dass Macklemore sich laut für das starkmache, woran er glaube, so Sheeran weiter. Er selbst habe aber entschieden, seine Auftritte nicht für politische Meinungsäußerungen zu nutzen – vor allem, weil zu seinem Publikum viele junge Menschen und Kinder zählen und er für diese einen „Ort der Sicherheit und Zuflucht“ schaffen wolle. „Wenn wir uns nur darauf konzentrieren, wer am lautesten schreit, wird sich nie etwas ändern.“ Die Kommentarfunktion deaktivierte Ed Sheeran bei seinem Beitrag.

Zuvor hatte Macklemore mitgeteilt, dass „Ed Sheeran und sein Team“ ihn aus der Tour gestrichen hätten. Laut Medienberichten hatte der 43-Jährige auf Konzerten etwa gesagt: „Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine.“ Die Organisation Israeli-American Council (IAC) hatte laut Medien daraufhin eine Petition gestartet, in der sie Sheeran dazu aufrief, den Rapper auf seiner Tour nicht weiter auftreten zu lassen.
„Künstler dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden“
Nach der Entscheidung gegen Macklemore kündigten am Dienstag auch Finneas, Lukas Graham, Aaron Rowe und die irische Band Beoga an, nicht auf der aktuellen Tour von Ed Sheeran auftreten zu wollen. „Künstler dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden, wenn sie ihre Stimme für Unterdrückte erheben“, schrieb etwa Finneas O’Connell, auch bekannt als Hauptproduzent seiner Schwester Billie Eilish, als Begründung auf Instagram. Dem fügte er an: „Ich stehe an der Seite Palästinas und seiner Bevölkerung.“ Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler zollten ihm in den Kommentaren ihren Respekt.











