Aigner oder Claus?
Kandidatin für Steinmeier-Nachfolge steht wohl fest
Aktualisiert am 06.11.2026 – 16:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Union soll sich auf Ilse Aigner als Steinmeier-Nachfolgerin verständigt haben. Nach Angaben des „Spiegel“ ist die Personalfrage intern weitgehend geklärt.
Die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier soll geklärt sein: Nach „Spiegel“-Informationen gibt es wohl eine Einigung auf die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) als Kandidatin der Union. Zuvor war aus CDU-Kreisen auch die hessische Landtagsabgeordnete Ines Claus (CDU) ins Spiel gebracht worden. Inzwischen berichtet auch die „Bild“ über die Einigung.
Wie der „Spiegel“ am Freitag aus CDU-Kreisen berichtete, wollen Union und SPD Aigner gemeinsam als Kandidatin für das höchste Staatsamt vorschlagen. Steinmeiers Amtszeit endet im kommenden Jahr. Am 30. Januar soll die 1.260 Mitglieder starke Bundesversammlung in Berlin zusammenkommen, um seine Nachfolge zu wählen. Die bayerische Landtagspräsidentin hat die CSU sowie weite Teile der CDU hinter sich. Auch Sozialdemokraten und Grüne sprachen sich für sie als Kandidatin aus.
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Merz hatte sich auf eine Frau festgelegt
Wichtigster Treiber ihrer Kandidatur war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der Aigner immer wieder ins Gespräch gebracht hatte. Zuletzt kamen weitere gewichtige Stimmen hinzu: die CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Mario Voigt (Thüringen) und Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) sowie die CDU-Landeschefs aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Hamburg. Auch die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der Union im Bundestag, Mechthild Heil (CDU), warb öffentlich für Aigner.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zu Wochenbeginn bei einer Konferenz der Kreisvorsitzenden der CDU klargemacht, dass er eine Frau vorschlagen werde – eine Kandidatin der politischen Mitte, die bereits im ersten Wahlgang eine breite Mehrheit erhalten soll. Öffentlich genannt hatte er seinen Favoriten bisher nicht.
Merz war erkennbar darauf bedacht, einen geordneten Ablauf einzuhalten. Als erster formaler Schritt galten die Sitzungen des CDU-Präsidiums und des Parteivorstands am Montag, flankiert von einem informellen Abendessen mit dem Präsidium am Sonntagabend. Danach sollten die Gespräche auf den Koalitionspartner SPD und die Grünen ausgeweitet werden.
