ARD-Krimi
„Tatort“ am Sonntag: Rockerbande vs. inklusive Wohngemeinschaft
Aktualisiert am 07.11.2026 – 14:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Sonntagabend ist für viele Menschen in Deutschland verplant – für den ARD-Krimi. Die „Tatort“-Folge diesen Sonntag führt nach Zürich.
Sonntag, 20.15 Uhr – dieser Termin ist seit Jahrzehnten gesetzt: Dann beginnt im Ersten entweder der „Tatort“ oder ein neuer „Polizeiruf 110“. Seit 1970 verfolgen Millionen Menschen regelmäßig neue Kriminalfälle aus deutschen, österreichischen und Schweizer Städten. Verschiedene Ermittlerteams klären in 90 Minuten Mordfälle auf: ein deutsches Erfolgsrezept.
Diese Kommissarinnen ermitteln in „Frei wie Adler“
Sonntag, 8. November 2026, um 20.15 Uhr zeigt die ARD den „Tatort“ aus Zürich. Die Kommissarinnen Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) und
Tessa Ott (Carol Schuler) ermitteln im Fall mit dem Titel „Frei wie Adler“.
Darum geht es im „Tatort“ aus Zürich
Sophia hatte große Pläne, bevor sie ermordet wird: Ihre Wäscherei wollte sie aufgeben, um mit ihrer Tochter Nadja ein neues Leben zu beginnen. Egal, wo, Hauptsache weit weg von Zürich, wo ihr Ex-Mann und Rockerchef Simon bald aus dem Gefängnis entlassen wird. Für die Ermittlerinnen Grandjean und Ott wird Simon schnell zum Hauptverdächtigen. Selbst die Tochter traut ihrem Vater den Mord an ihrer Mutter zu.
Aber noch ein Verdächtiger kommt bald ins Bild. Denn in der Wäscherei hat auch Jacob gearbeitet. Und der junge Mann mit Downsyndrom hat Sophias Pläne zur Schließung der Wäscherei persönlich genommen. Er wollte seinen Job nicht verlieren und hatte kurz vor Sophias Tod einen Streit mit ihr.
Entsprechend müssen die beiden Ermittlerinnen sowohl in den Gefilden der Rockerbande nach Hinweisen suchen, als auch in Jacobs inklusiver Wohngemeinschaft. Als dann Nadja, die Tochter des Opfers verschwindet, scheinen die Rätsel in diesem Fall überhandzunehmen …
Kommende „Tatort“ und „Polizeiruf 110“-Termine im Überblick
Die kommenden Sendetermine sind wie folgt geplant:
- „Tatort“ aus Münster (2026): „Narrentanz“ – Sonntag, 15. November, um 20.15 Uhr
- „Tatort“ aus Frankfurt (2026): „4 Finger“ – Sonntag, 22. November, um 20.15 Uhr
- „Polizeiruf“ aus Frankfurt Oder (2026): „Stalker“ – Sonntag, 29. November, um 20.15 Uhr
Während der „Tatort“ 1970 in der Bundesrepublik als Antwort der ARD auf die erfolgreiche ZDF-Serie „Der Kommissar“ ins Leben gerufen wurde, ist der „Polizeiruf 110“ ein Konzept aus der ehemaligen DDR. Nach der Wiedervereinigung führten die ARD-Anstalten das Format weiter. Dennoch ist der „Polizeiruf“ deutlich seltener zu sehen als sein Pendant.
Gespielt wird dabei nicht immer nur am Sonntag: Auch an Feiertagen wie Neujahr, Ostermontag oder dem zweiten Weihnachtstag sendet die ARD neue Folgen. In der Sommerpause hingegen – meist zwischen Ende Juni und Ende August – werden Wiederholungen gezeigt.
„Tatort“ versus „Polizeiruf 110“: ein ungleiches Duell
Von rund 40 Erstausstrahlungen bei den Sonntagskrimis, die Das Erste pro Jahr zeigt, sind in der Regel sieben bis zehn Folgen aus dem „Polizeiruf 110“-Kosmos. Das Ungleichgewicht liegt auf der Hand: Während es insgesamt 22 aktive Teams beim „Tatort“ gibt, schicken beim „Polizeiruf 110“ lediglich fünf Städte ihre Kommissare ins Rennen.
Die beiden Krimiklassiker der ARD haben sich trotz wachsender Konkurrenz, Mediatheken, Streamingdiensten und veränderter Sehgewohnheiten etabliert. Keine andere fiktive TV-Marke verfügt über eine solche Strahlkraft. Reichweiten unter sechs Millionen Zuschauern sind die Ausnahme, „Tatort“-Teams wie das Münster-Duo brechen nahezu alljährlich Quotenrekorde.












