Begleitet von Demonstrationen
Pahlavi nimmt Freiheitspreis für Irans Volk entgegen
Aktualisiert am 07.11.2026 – 14:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Reza Pahlavi nimmt in Frankfurt stellvertretend für das iranische Volk den Freiheitspreis an. Begleitet wird die Verleihung von Demonstrationen mit Tausenden Menschen.
Der iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi hat in der Frankfurter Paulskirche den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung entgegengenommen. Die FDP-nahe Stiftung verlieh die Auszeichnung dem iranischen Volk für dessen Freiheitswillen. Pahlavi nahm sie stellvertretend für das von der Mullah-Regierung drangsalierte iranische Volk an. Begleitet wurde die Feierstunde von mehrerer Tausend Demonstranten.
- Riesen-Demo in der Innenstadt – Straßen werden abgesperrt
Laut Polizei waren zur Mittagszeit im Stadtgebiet etwa 5.000 Demonstranten unterwegs, größtenteils Anhänger Pahlavis. Allein auf dem Römerberg und rund um die Paulskirche zählte sie etwa 3.000 Menschen mit Fahnen und Plakaten. Für eine Großkundgebung im Ostpark, die am Nachmittag beginnen sollte, sind laut Stadt insgesamt 30.000 Menschen angemeldet. Erste Teilnehmer waren bereits dort.
Die Polizei hat ein großes Aufgebot an Einsatzkräften in der Stadt zusammengezogen. Am Mittag nahmen die Beamten nach eigener Aussage eine Person fest. Der Mann soll zuvor in einem Livestream Straftaten angekündigt haben.
Pahlavi will Preis in die Hände des iranischen Volks legen
Pahlavi kündigte bei der Feierstunde an, er werde die Auszeichnung eines Tages in die Hände des iranischen Volkes legen, „nicht auf ausländischem Boden, sondern in unserer Hauptstadt Teheran“. Er sehe seine Rolle als Brückenbauer. Zur Regierung seines Landes sagte er: „Die islamische Republik ist nicht die legitime Regierung des Iran.“ Das großteils iranischstämmige Publikum in der Paulskirche übertönte die Feierstunde immer wieder mit Sprechchören: „Lang lebe Schah, lang lebe Iran!“

Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hob hervor, Pahlavi habe immer gesagt, dass das iranische Volk selbst über seine Zukunft entscheide. Nicht alle seien mit der Preisverleihung an ihn einverstanden. „Dann weiß man übrigens immer, dass man auf der richtigen Spur ist.“
Pahlavi ist ein Sohn des 1979 gestürzten Schahs und lebt im Exil in den USA. Er hat sich als Übergangsführer ins Spiel gebracht, falls die seither regierende Staatsführung in Teheran stürzen sollte. Von vielen wird er kritisch gesehen, schon wegen der monarchistischen Vergangenheit des Landes unter seinem autokratisch herrschenden Vater.











