Keine Besserung bei Jobs und Reallöhne sinken
Jobs und Gehälter sind auch ein weiteres Thema, bei dem die Trump-Regierung nicht liefern konnte. Laut einer Umfrage des Pew Research Center vom Oktober 2026 ist seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit die Angst in den USA gestiegen, keinen Job zu finden.
48 Prozent der Befragten sagten in der Umfrage, dass dieses Thema sie „sehr besorgt“ mache. Zum Vergleich: Unter Joe Biden waren es 40 Prozent. Die größten Ängste der Amerikaner in diesem Herbst sind aber Benzin- und Energiepreise sowie Lebensmittelpreise.
Tatsächlich zeichnen die Daten des US-Arbeitsministeriums ein gemischtes Bild. Laut Arbeitsmarktbericht vom Oktober waren die Reallöhne in den USA im September um 0,5 Prozent im Vergleich zu August gesunken, im Vergleich zum Vorjahr sogar um 0,7 Prozent.
Der durchschnittliche Wochenlohn eines Amerikaners lag im September 2025 bei 1.255 US-Dollar und im September 2026 bei 1.300 Dollar. Dieser leichte Anstieg von 3,5 Prozent gleicht die aktuelle Inflationsrate von 3,7 Prozent nicht aus – die Amerikaner werden also de facto ärmer.
Dennoch bleibt die Arbeitslosenquote zwischen März und September weitgehend konstant – wobei sie unter den Schwarzen zwischen August und September um einen vollen Prozentpunkt gestiegen ist. Die Job-Angst deckt sich also weitgehend nicht mit den realen Daten. Sie hat sich im vergangenen Jahr entgegen den vollmundigen Versprechen des US-Präsidenten aber auch nicht maßgeblich verbessert.
Trump belohnt die Reichen – die Armen werden ärmer
Im Juli 2025 hat der US-Kongress Trumps „One Big Beautiful Bill Act“ (OBBBA) gebilligt und damit weitreichende Steuererleichterungen auf den Weg gebracht. Allerdings beinhaltete das Gesetz auch Kürzungen an den Sozialsystemen, die vor allem ärmere Haushalte getroffen haben. Darüber hinaus erhöhte das Gesetzespaket die Staatsverschuldung der USA, was sich in höheren Zinsen für Bundesanleihen niederschlägt.
Die Anleihenzinsen sind der zentrale Orientierungspunkt für Bau- und Immobilienzinsen. Im Schnitt liegen die Bauzinsen in den USA im Oktober bei 7,5 Prozent – Tendenz steigend. Für viele Amerikaner wird der Kauf einer eigenen Immobilie wegen des Gesetzes also immer unerschwinglicher.
Zu diesem Schluss kommt auch eine Analyse des Brookings Institute. Demnach senkt der OBBBA zwar die Steuerlast der arbeitenden Bevölkerung, was kurzfristig höhere Ausgaben ermöglicht. Die zeitgleichen Kürzungen im ohnehin schon schmalen Sozialsystem in Kombination mit den gestiegenen Zinslasten werden langfristig jedoch die US-Wirtschaft abwürgen, prognostiziert das Institut.












