Funde vorgetäuscht
Halloween-Fälle nehmen kuriose Wende
05.11.2026 – 15:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Erst warnten die Behörden vor manipulierten Halloween-Süßigkeiten. Nun häufen sich Hinweise, dass einige der vermeintlichen Opfer selbst nachgeholfen haben.
Nach den zahlreichen Meldungen über manipulierte Halloween-Süßigkeiten gibt es neue Erkenntnisse: In mehreren Fällen haben Kinder die gefährlichen Gegenstände offenbar selbst in die Naschereien gesteckt.
Zuletzt hat die Polizei im bayerischen Neuburg an der Donau ihre Ermittlungen zu einem angeblich mit einem Nagel präparierten Schokoriegel eingestellt. Eine Achtjährige habe eingeräumt, den Vorfall erfunden zu haben, teilte die Polizei Neuburg am Donnerstag mit. „Das Mädchen folgte einem Trend in sozialen Netzwerken, der dazu aufgerufen hat“, hieß es.
- Der Horror steckt in Halloween-Süßigkeiten: Alles nur abgesprochen?
Ursprünglich hatten die Eltern den Schokoriegel am 1. November beim Durchsehen der gesammelten Halloween-Süßigkeiten entdeckt. Ein Nagel steckte seitlich in der Schokolade, sein Kopf war von außen sichtbar. Die Polizei hatte daraufhin Ermittlungen aufgenommen und Eltern zur Vorsicht aufgerufen.
Manipulierte Halloween-Süßigkeiten: Österreich klärt vier Fälle
Auch in Österreich zeichnet sich eine überraschende Entwicklung ab. Dort hat laut Medienberichten das Bundeskriminalamt inzwischen vier von insgesamt 21 gemeldeten Verdachtsfällen aufgeklärt. In einem Fall in Wien, einem in Oberösterreich und zwei Fällen in der Steiermark sollen Kinder die Süßigkeiten selbst manipuliert haben. In drei Fällen wollten sie demnach ihre Eltern erschrecken, schreibt der Österreichische Rundfunk (ORF). In einem weiteren Fall soll eine Online-Challenge Auslöser gewesen sein. Dabei ging es nach Angaben der Ermittler darum, die Polizei bewusst in die Irre zu führen.
Die österreichischen Behörden haben eigens die Ermittlungsgruppe „Treat“ eingerichtet, um mögliche Zusammenhänge zwischen den Vorfällen zu untersuchen. Die übrigen 17 Fälle sind weiterhin ungeklärt.
Zugleich warnte die Behörde vor der Teilnahme an solchen Online-Challenges. Wer Süßigkeiten manipuliert oder einen entsprechenden Vorfall vortäuscht, müsse unter Umständen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.











