Erfolgs-SUV
Namens-Kehrtwende bei Porsche
29.10.2026 – 16:12 UhrLesedauer: 3 Min.
Porsche plant ein neues SUV mit Verbrennungsmotor und justiert die Modellstrategie neu. Auch beim Namen setzt die Marke künftig wieder auf Kontinuität.
Nach der Elektro-Kehrtwende folgt bei Porsche auch die Namens-Kehrtwende: Der Sportwagenhersteller entwickelt ein neues SUV mit Verbrennungsmotor – und es soll wieder Macan heißen. Porsche-Finanzchef Jochen Breckner sagte dem „Spiegel“, der Name sei „etabliert, von den Kunden gelernt und auch wertgeschätzt“.
Damit ist eine Frage beantwortet, die seit Monaten offen war. Porsche hatte 2025 angekündigt, wieder ein SUV mit Verbrenner- und Hybridantrieben zu entwickeln. Unklar blieb aber, ob das Modell auch den Namen Macan tragen würde. Denn den trägt inzwischen ein Elektro-SUV – als Nachfolger jenes Bestsellers, dessen Verbrennerversion Porsche in Europa aus dem Programm genommen hatte.
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Künftig soll das kleinste SUV der Marke also Macan heißen, unabhängig vom Antrieb: elektrisch, mit Verbrennungsmotor oder als Hybrid. Porsche rückt damit von der Idee ab, den Elektro-Macan auch namentlich klar von einem neuen Verbrenner-SUV zu trennen.
Der Verbrenner blieb gefragt
Obwohl der Macan mit Verbrennungsmotor in Europa bereits nicht mehr verkauft wurde, blieb er weltweit stärker gefragt als die Elektroversion. Er war lange der Einstieg in die Marke und zugleich einer ihrer wichtigsten Umsatzträger: In guten Jahren entfielen mehr als 40 Prozent aller Porsche-Neuwagen auf das SUV. Zuletzt kostete der Verbrenner-Macan in der Basis rund 70.000 Euro und war damit das günstigste Modell im Sortiment.
Breckner erwartet laut „Spiegel“, dass Porsche 2027 weniger Autos verkaufen wird als in diesem Jahr – „im Wesentlichen getrieben durch den dann finalen Auslauf“ des Verbrenner-Macan.
Warum der alte Macan nicht einfach zurückkommt

Ein einfaches Zurück zum bisherigen Macan ist nicht möglich. In Europa scheiterte das Verbrennermodell an neuen Vorschriften zur Cybersicherheit. Porsche hätte die Elektronik des seit 2014 gebauten SUV aufwendig überarbeiten müssen – und verzichtete darauf. Außerhalb Europas sichern noch vorhandene Bestände den Verkauf für eine Übergangszeit. In den USA sollten Vorräte nach früheren Informationen teils bis 2027 reichen.
Auch der Elektro-Macan lässt sich nicht einfach zum Benziner umbauen. Er steht auf der PPE-Plattform des Volkswagen-Konzerns, die für Elektroautos entwickelt wurde – mit großer Batterie im Unterboden und Direktantrieb an den Achsen. Für den neuen Verbrenner-Macan dürfte Porsche daher auf eine andere Architektur zurückgreifen: die „Premium Platform Combustion“, kurz PPC, auf der auch der neue Audi Q5 basiert. Sie ist für Benziner, Plug-in-Hybride und Mildhybride ausgelegt.
Der neue Macan mit Verbrennungsmotor soll 2028 auf den Markt kommen. Porsche hatte das Modell bei der Vorstellung des Halbjahresergebnisses 2025 bestätigt. Der damalige Porsche-Chef Oliver Blume sprach von einem „sehr typischen Porsche“, der sich klar vom elektrischen Macan unterscheiden solle.












