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Home » Schiedsrichterlegende Urs Meier hätte fast im Unglückszug gesessen
Sport

Schiedsrichterlegende Urs Meier hätte fast im Unglückszug gesessen

By zeit-heute.deOktober 29, 20264 Mins Read
Schiedsrichterlegende Urs Meier hätte fast im Unglückszug gesessen
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Zusammenstoß in Spanien

Schiedsrichterlegende hätte fast im Unglückszug gesessen


Aktualisiert am 29.10.2026 – 01:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Im Video: Das Statement von Pedro Sánchez. (Quelle: reuters)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Urs Meier wollte mit seiner Familie einen Ausflug in Andalusien machen. Dass sie nicht im verunglückten Zug saßen, lag allein am Ticketpreis.

Der ehemalige Schweizer Schiedsrichter Urs Meier ist knapp einer Katastrophe entgangen. Er war mit seiner Familie in Spanien unterwegs und hatte den Zug als Verkehrsmittel gewählt. „Es war überhaupt nicht klar, welchen Zug wir nehmen“, erzählt Meier gegenüber der Schweizer Zeitung „20 Minuten“. „Tatsächlich war es so, dass es fast dieser Zug geworden wäre..

Bei einem schweren Zugunglück waren am Mittwoch in Spanien mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stießen nahe Urda in der Provinz Toledo rund 130 Kilometer südlich von Madrid zusammen. Die Zahl der Schwerverletzten wurde mit rund 50 angegeben.

  • Zugkatastrophe in Spanien: Ex-Ministerin ist offenbar unter den Todesopfern
  • Zugkatastrophe in Spanien: Minister nennt Ursache

Nur die höheren Preise für die Tickets des Unglückszugs, der von Geschäftsreisenden benutzt wird, hätten die Familie dazu bewogen, einen späteren Zug zu nehmen. „Dadurch, dass wir eine vierköpfige Familie sind, haben wir gedacht, dass wir einen Zug später nehmen, der günstiger ist.“

Meier gerührt: „Das ist oft das Schicksal“

Meier lebt in Andalusien und wollte laut Bericht einen Ausflug mit der Familie machen. Als sie im anderen Zug saßen und dieser außerplanmäßig anhalten musste, hätten sie vom Unglück erfahren. Er teilte auch auf Instagram ein Video während des Halts. „Manchmal ist Glück und Pech ganz klar ganz nahe beieinander“, sagte er. Er sei jetzt mit der Familie gestrandet, das sei aber nicht so schlimm. Zu dem Zeitpunkt hoffte er noch „von Herzen, dass es nur Sachschaden gab“. Erst später erfuhr er vom ganzen Ausmaß des Unglücks.

Er wirkte sichtlich berührt. „Ich bin mit der Familie unterwegs, boah, einen Zug früher und ja, das ist oft das Schicksal.“ Der Zeitung „20 Minuten“ sagte er später: „In den ersten Mitteilungen wurde nur von wenigen Opfern gesprochen, nun wurden es immer mehr. Wir sind mit den Gedanken bei ihnen.“

Vom Welt-Schiedsrichter zum TV-Experten

ZDF-Moderator Johannes B. Kerner (re.) mit den Experten Jürgen Klopp (Deutschland, Mitte) und Urs Meier (Schweiz) bei der EM 2008. (Archivbild)Vergrößern des Bildes
ZDF-Moderator Johannes B. Kerner (re.) mit den Experten Jürgen Klopp (Deutschland, Mitte) und Urs Meier (Schweiz) bei der EM 2008. (Archivbild) (Quelle: imago sportfotodienst/imago)

1991 pfiff der Schweizer Urs Meier erstmals in der höchsten Liga des Landes, 1994 nahm ihn die Fifa in ihren Kader auf. Der internationale Durchbruch kam bei der WM 1998 in Frankreich, als er das politisch brisante Vorrundenspiel USA gegen Iran leitete. Es folgten die großen Spiele: das WM-Halbfinale 2002 zwischen Südkorea und Deutschland und im selben Jahr das Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und Bayer Leverkusen. Siebenmal wurde er zum Schweizer Schiedsrichter des Jahres gewählt, 2002 zum zweitbesten Referee der Welt.

Videotranskript lesenEin- oder Ausklappen

Nach dem schweren Zugunglück in Spanien mit Dutzenden Toten haben die Ermittlungen zu der Unglücksursache begonnen. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez hatte alle anderen Termine am Mittwoch abgesagt und war zum Unfallort in die zentralspanische Provinz Toledo gekommen. Er sprach den Opfern des Unglücks sein Mitgefühl aus und versprach eine gründliche Untersuchung. Das Ministerium versucht, die Ursachen dieser schrecklichen Tragödie zu ermitteln und zu verstehen, wie es und dazu warum es dazu gekommen Wir werden dieser Sache auf den Grund gehen, und sollte es Fahrlässigkeit gegeben haben, wird dies ans Licht kommen. Sollten Mängel im Sicherheitssystem vorliegen, werden wir diese entschlossen beheben. Nach Angaben des spanischen Verkehrsministers Oscar Puente haben ein Computerfehler und falsche Anweisungen zu dem Zugunglück geführt. Ein Hochgeschwindigkeitszug habe die Erlaubnis zur Weiterfahrt erhalten, obwohl ein rotes Signal wegen eines auf der Strecke stehenden Zuges aktiv gewesen sei. Schon sei sie komplett Der entspannte. Minister verteidigte das spanische Bahnnetz grundsätzlich als zuverlässig und sicher. Es gebe jedoch wie bei jedem Verkehrssystem gewisse Grenzen. Die Frage von Journalisten, ob er wegen des Vorfalls zurücktreten werde, wollte der Minister nicht beantworten. Erst im Januar waren bei einem Zugunglück auf derselben Strecke 46 Menschen gestorben. Das erneute Unglück befeuert die Debatte über die Sicherheit des Schienennetzes und dürfte die Regierung unter Druck setzen. Im November finden in Spanien vorgezogene Parlamentswahlen statt.

Ende 2004 beendete Meier altersbedingt nach mehr als 880 Spielen seine Karriere – mit der Partie FC Basel gegen FC Thun. Danach wurde er Schiedsrichterbeobachter für Uefa und Fifa, von 2007 bis 2011 Chef der Schweizer Spitzenschiedsrichter und von 2005 bis 2021 Schiedsrichter-Experte beim ZDF, wo er 2006 gemeinsam mit Johannes B. Kerner und Jürgen Klopp den Deutschen Fernsehpreis gewann

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