Trainerfrage beim 1. FC Köln
Wie sehr wackelt Wagner wirklich?
Aktualisiert am 27.10.2026 – 17:30 UhrLesedauer: 3 Min.
René Wagner unter Druck: Wie sehr wackelt der umstrittene Trainer des 1. FC Köln bei den beiden Spielen gegen den 1. FC Union Berlin wirklich?
Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, wie das Urteil von den Rängen ausfallen wird, sollte der 1. FC Köln am Dienstagabend gegen Union Berlin aus dem DFB-Pokal ausscheiden. Nach den ersten „Wagner raus“-Rufen beim 0:0 gegen den FC Schalke 04 am vergangenen Samstag würden die Forderungen der Fans nach einer Ablösung von Trainer René Wagner noch lauter werden.
Bei den Anhängern der Geißböcke hatte der im Sommer vom Interims- zum Cheftrainer beförderte 38-Jährige nie einen großen Kredit. Zu holprig war der Weg zum Klassenerhalt, nachdem der frühere Co-Trainer Wagner im April seinen ehemaligen Chef Lukas Kwasniok abgelöst hatte.
1. FC Köln: „Volle Rückendeckung“ für Wagner, aber auch klare Forderung
Da die großen Entwicklungssprünge auch aktuell ausbleiben, machen sich bei den Verantwortlichen, die sich vor Saisonstart noch voll des Lobes für Wagner gezeigt hatten, inzwischen ebenfalls Zweifel breit. Insbesondere der erschreckend ideenlose Auftritt gegen Schalke sorgte für Bedenken. Ein Kernpunkt, der nicht mehr nur externen Kritik: Die Balance zwischen defensiver Stabilität und offensiver Gefahr geht dem FC derzeit völlig ab.
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Sportchef Thomas Kessler, der als größter Befürworter Wagners gilt, gab dem Trainer nach dem Schalke-Spiel zwar die „volle Rückendeckung“ aus, forderte jedoch auch Ergebnisse ein: „Wir haben diese Woche zwei brutal wichtige Spiele, zweimal gegen den gleichen Gegner. Es geht darum, jetzt einen guten Job zu machen.“
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René Wagner gegen Union Berlin im Fokus
Gegen Union Berlin, am Dienstag im Pokal und am Sonntag in der Bundesliga, benötigt Wagner Fortschritte. „Das, was das Vertrauen der Menschen herbeiruft, sind natürlich Erfolge. Das ist die Währung, die aktuell offensichtlich zählt“, betonte Kessler und kündigte zudem eine erste Abrechnung an: „Nach zehn Spielen einer Saison kann man einen Strich drunter machen und sieht zumindest eine Tendenz.“
Nach dem doppelten Duell mit Union Berlin sind zwei Pokalpartien und acht Spieltage in der Bundesliga vorüber – zehn Pflichtspiele. Dass Wagner bereits im Falle einer Niederlage am Dienstagabend abgelöst werden könnte, gilt als unwahrscheinlich, sollte seine Mannschaft kein Fiasko erleben. Sollte der FC jedoch beide Aufeinandertreffen mit Union verlieren, wackelt der Trainerstuhl bedenklich. Dann muss Wagner ernsthaft um seinen Job fürchten.
Fakt ist: Die Verantwortlichen um Kessler sehen in dem gebürtigen Dresdner nach wie vor ein riesiges Talent. Doch auch ein Talent braucht Ergebnisse. In inzwischen 14 Bundesligaspielen hat Wagner lediglich 14 Zähler geholt. Gerade in dieser Saison, wo man bis auf Bremen ausschließlich Gegner aus der unteren Tabellenhälfte hatte, sollte der Punkteschnitt ansteigen.












