Effekte schon nach vier Wochen
Diese Ernährung könnte das biologische Alter senken
12.05.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Speiseplan kann den Körper messbar verjüngen – zumindest kurzfristig, wie eine neue Studie nahelegt. Worauf kommt es bei einer „Anti-Aging“-Ernährung an?
Wer ausgewogen isst, hat tendenziell bessere Chancen, gesünder zu altern und länger zu leben: Das ist klar. Worauf genau es bei einer „Anti-Aging“-Ernährung ankommt, lässt sich hingegen nicht sicher sagen. Eine Wissenslücke, die australische Forscher jetzt zu füllen versuchten: Sie gingen der Frage nach, wie sich unterschiedliche Ernährungsformen auf das sogenannte biologische Alter älterer Menschen auswirken. Das überraschende Ergebnis: Schon nach vier Wochen verbesserte sich bei einigen Teilnehmern eine Reihe von wichtigen Gesundheitswerten – und zwar so deutlich, dass sich ihr Körper aus medizinischer Sicht als jünger einstufen ließ.
Rund 100 ältere Menschen aßen vier Wochen lang anders
Das biologische Alter beschreibt, wie gut es um den körperlichen Zustand einer Person tatsächlich bestellt ist. Beurteilen lässt sich dies anhand verschiedener Messwerte im Körper – etwa in Bezug auf Cholesterin, Blutzucker, Entzündungswerte oder bestimmte Hormone im Blut. Diese Werte werden auch „Biomarker“ genannt. Sie liefern Anhaltspunkte dafür, wie stark Organe, Stoffwechsel und Immunsystem bereits vom Altern beeinflusst sind und wie hoch das Risiko für altersbedingte Erkrankungen sein könnte.
Ob und wie die Ernährung solche Biomarker beeinflusst, wollten die australischen Forscher genauer herausfinden. Dazu ermittelten sie zunächst bei allen 104 Teilnehmern die relevanten Blut- und Gesundheitswerte. Aus diesen erstellten sie ein sogenanntes Biomarkerprofil, an dem sie ablesen konnten, bei wem der Körper biologisch eher jünger beziehungsweise älter war, als es das tatsächliche Lebensalter vermuten ließ – und bei wem das biologische und das tatsächliche Alter weitgehend übereinstimmten.
Anschließend teilte das Team die Probanden per Zufall vier Gruppen zu, die vier Wochen lang verschiedene Ernährungsformen einhalten sollten. Für die Dauer der Studie wurden ihnen die Mahlzeiten geliefert: Zwei Gruppen erhielten eine klassische Mischkost mit tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln, die beiden anderen eine stärker pflanzenbasierte Diät. Zusätzlich unterschied sich der Anteil von Fett und Kohlenhydraten: Jeweils eine Gruppe aß eher fettreich und kohlenhydratärmer, die andere fettärmer und kohlenhydratreicher. Insgesamt war die Eiweißmenge in allen Gruppen gleich.
Nach dem Ende der Studie bestimmten die Forscher die Biomarker erneut und verglichen die Werte mit den Ausgangsdaten. Dabei zeigte sich: In der Gruppe mit fettreicher Mischkost gab es kaum Veränderungen. In den anderen drei Gruppen indes schienen die Teilnehmer in den vier Wochen biologisch etwas jünger geworden zu sein. Besonders deutlich verbesserten sich die Werte bei Teilnehmern, die sich zwar weiterhin mit Mischkost ernährten, dabei aber weniger Fett und mehr Kohlenhydrate zu sich nahmen. (Bei den Kohlenhydraten handelte es sich nicht um solche, die in Süßigkeiten oder Weißbrot stecken, sondern um sogenannte komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten.)












