Betrüger täuschen Autofahrer
ADAC warnt seine Mitglieder
26.10.2026 – 18:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Der ADAC warnt vor gefälschten E-Mails, Whatsapp-Nachrichten und Anrufen. Manche locken mit Geschenken, andere fordern Geld. Doch woran erkennt man die Betrugsmasche rechtzeitig?
Immer wieder gerät Deutschlands größter Autofahrerclub ins Visier von Betrügern. Was viele Versuche verbindet: Sie missbrauchen das Vertrauen der Mitglieder in den ADAC. Eine besonders perfide Methode sind gefälschte Newsletter. Dafür kopieren Betrüger echte Vorlagen, tauschen die Links aus und verschicken die E-Mails massenhaft. Vor den folgenden Methoden warnt der Club.
Gutscheine, Gebrauchtwagen und Zahlungsforderungen
In einer Masche bieten die Betrüger per E-Mail angeblich stark vergünstigte Gebrauchtwagen an. Wer darauf eingeht, soll eine Anzahlung oder Reservierungsgebühr für ein Fahrzeug überweisen, das jedoch gar nicht existiert.
In anderen Nachrichten wird nach einer angeblichen Umfrage ein Geschenk, etwa eine Kühlbox oder ein Kfz-Notfallset, versprochen. Tatsächlich wollen die Absender jedoch Kreditkarten- oder Kontodaten abgreifen.
Auch gefälschte Zahlungsaufforderungen sind im Umlauf. In einer solchen Nachricht werden 200 Euro innerhalb von 48 Stunden verlangt. In weiteren Nachrichten wird behauptet, die ADAC-Kreditkarte werde eingeschränkt oder auf dem Kreditkartenkonto sei eine verdächtige Anmeldung festgestellt worden.
In einer E-Mail mit dem Betreff „ADAC – Zentrale Verkehrskontrolle“ wird behauptet, dass Fahrzeughalter seit dem 1. Juli 2026 ein geprüftes Notfallwerkzeug mitführen müssten. Andernfalls drohe ein Bußgeld von bis zu 200 Euro. Der ADAC stellt klar: Diese Behauptung ist falsch.
Solche Mails fordern dazu auf, Links anzuklicken, die auf Seiten führen, die sensible Daten abgreifen oder Schadsoftware installieren. Der Verkehrsclub rät: Klicken Sie nichts an, wenn eine Nachricht zu dringenden Handlungen auffordert.
Woher die Kontaktdaten stammen
Laut ADAC beziehen die Betrüger die Mitgliederdaten nicht aus einem Datenleck beim Club, sondern aus Cyberangriffen auf andere Dienste. Auf diesem Wege würden fast täglich Identitätsdaten erbeutet. Ein Großteil davon werde im Internet veröffentlicht und für weitere Betrugsversuche genutzt.
Wer prüfen möchte, ob die eigene E-Mail-Adresse in solchen Datensätzen auftaucht, kann den „Identity Leak Checker“ des Hasso-Plattner-Instituts nutzen.
Woran sich gefälschte Nachrichten erkennen lassen
Eine fehlende persönliche Anrede kann ein erstes Warnsignal sein. Auch Links, deren Adresse nicht auf .adac.de endet, können auf Betrug hindeuten. Häufig versuchen die Absender, Zeitdruck aufzubauen – etwa mit der Drohung, ein Geschenk zu verpassen oder einen Schaden zu erleiden.
Was Betroffene tun können
Löschen Sie verdächtige E-Mails sofort. Wenn Sie bereits auf einen Link geklickt haben, ändern Sie umgehend Ihre Passwörter. Falls Kreditkartendaten preisgegeben wurden, kontaktieren Sie Ihre Bank.
Bei einem betrügerischen Anruf rät der ADAC, die Rufnummer zu notieren, aufzulegen und den Anruf der Bundesnetzagentur zu melden.












