Diabetes Typ 1: Mögliche Folgen
Ohne ausreichende Behandlung kann Diabetes Typ 1 den Körper in vielen Bereichen schädigen und Folgeerkrankungen hervorrufen. Deswegen ist es wichtig, die Stoffwechselerkrankung konsequent zu behandeln und für möglichst normale Blutzuckerwerte zu sorgen.
Ohne Insulin kann der Körper die im Blut vorhandene Glukose nicht in Körperzellen aufnehmen. Die Glukose reichert sich im Blut an und die Blutzuckerwerte steigen. Ohne Behandlung richten hohe Blutzuckerwerte auf Dauer Schäden im Körper an und können im Verlauf der Erkrankung zu Komplikationen führen. Komplikationen lassen sich weitestgehend vermeiden, wenn es Betroffenen gelingt, ihren Diabetes Typ 1 gut zu managen.
Alle Folgeerkrankungen haben im Grunde eine gemeinsame Ursache: Die hohen Blutzuckerwerte schädigen die feinsten aller Blutgefäße, die Kapillaren. Als Folge gelangt in den betroffenen Bereichen nicht mehr ausreichend Blut ins Gewebe und damit zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe.
Über die Jahre können so bleibende Schäden in vielen Organen und Körpergeweben entstehen und zum Beispiel Erkrankungen der Nerven (diabetische Neuropathie), der Nieren (diabetische Nephropathie) oder der Augen (diabetische Retinopathie) nach sich ziehen. Das Ausmaß der Schäden kann schlimmstenfalls bis zur Erblindung oder zum Nierenversagen gehen.
Relativ häufig tritt als Folge eines Diabetes eine diabetische Neuropathie auf. Erste Symptome der Nervenschädigung zeigen sich meist an den Füßen beziehungsweise den Beinen. Typisch sind vor allem Missempfindungen in Form von Kribbeln („Ameisenlaufen“), Taubheitsgefühlen oder Brennen bis hin zu Schmerzen.
- Spätfolgen von Diabetes: Dieses Warnzeichen zeigt sich an den Füßen
- Nervenerkrankung: Diese Anzeichen sind typisch für Polyneuropathie
Da auch das Tastgefühl oft nachlässt, kann es zudem rascher zu (teils unbemerkten) Verletzungen kommen. Gleichzeitig heilen Wunden schlechter, weil das Gewebe schlechter durchblutet wird. Insbesondere an den Füßen ist das oft der Fall (sogenannter diabetischer Fuß).
Langfristig schädigen hohe Blutzuckerwerte nicht nur die feinen Kapillaren, sondern auch die großen Gefäße. Das kann eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) begünstigen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall steigern.
Diabetes Typ 1: Welche Behandlung hilft?
Diabetes Typ 1 ist bislang nicht heilbar. Mit der passenden Behandlung gelingt es jedoch den meisten, ein weitgehend normales Leben zu führen.
Ziel der Behandlung ist es, den Blutzucker im Normalbereich zu halten und häufige Über- oder Unterzuckerungen zu vermeiden, denn beide Zustände sind riskant. Auf diese Weise können Betroffene in der Regel überwiegend beschwerdefrei leben und das Risiko für Komplikationen langfristig senken.











