Weniger Regionalzüge
Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof: Das gilt für vier Wochen
24.10.2026 – 08:04 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Deutsche Bahn tauscht südlich des Hamburger Hauptbahnhofs Weichen aus. Für Reisende bedeutet das wochenlange Einschränkungen.
Ab dem späten Sonntagabend können Regionalzüge zwischen Niedersachsen, Bremen und Hamburg den Hauptbahnhof für rund vier Wochen nicht mehr anfahren. Die Deutsche Bahn tauscht südlich des Hamburger Hauptbahnhofs Weichen aus, was die Kapazitäten dort erheblich einschränkt, wie die Bahn und die Eisenbahngesellschaft Metronom mitteilen. Reisende sollen für die Verbindung zwischen Harburg und dem Hauptbahnhof auf die S-Bahn ausweichen.
Betroffen sind vor allem die DB-Regionalzüge nach Cuxhaven (RE5) sowie die Metronom-Verbindungen von und nach Lüneburg/Uelzen (RE3/RB31) und Bremen/Rotenburg (RE4/RB41). Einen Schienenersatzverkehr wird es nicht geben. Wegen Bauarbeiten auf den parallel verlaufenden Straßen sei das nicht möglich, teilten Bahn und Metronom mit.
Diese Regionalzüge fahren den Hauptbahnhof weiter an
Nachdem die Bauarbeiten am Dienstag bekannt wurden, teilte Metronom mit, dass zumindest einige Regionalzüge den Hauptbahnhof weiterhin anfahren können. Morgens sollen demnach zwei Züge aus Uelzen/Lüneburg und vier aus Bremen/Rotenburg durchfahren. Am Nachmittag sollen ebenso viele Züge vom Hauptbahnhof abfahren. Welche weiteren Fahrten möglich sein werden, stehe noch nicht fest.
Ein Metronom-Sprecher erklärte: „Welche weiteren Fahrten im anschließenden Zeitraum möglich sein werden, erfahren wir schrittweise und teilweise erst sehr kurzfristig.“ Die Reiseinformationen würden laufend aktualisiert.
Auch einige Fernzüge sind betroffen. Die ICE aus Kiel umfahren den Hauptbahnhof über die sogenannte Güterumgehungsbahn und enden in Harburg. Züge aus Sylt enden in Altona. Die Bauarbeiten finden laut einer Bahnsprecherin in unmittelbarer Nähe der Bahnsteige 11 bis 14 statt, die hauptsächlich von ICE genutzt werden.
S-Bahn in Hamburg wird voll
Wer vom Hauptbahnhof nach Harburg oder umgekehrt fahren will, muss die S-Bahn nehmen. Metronom rechnet dabei mit einem deutlich höheren Andrang. Der Metronom-Sprecher sagte: „Wir rechnen mit einem erheblich höheren Fahrgastaufkommen auf den Linien S3 und S5. Zusätzliche S-Bahn-Verbindungen sind nach unserem Kenntnisstand nicht vorgesehen.“
Auch die Bahn riet dazu, mehr Zeit einzuplanen. „Aufgrund der umfangreichen Einschränkungen ist mit einem sehr hohen Fahrgastaufkommen zu rechnen“, hieß es. Erschwerend kommt hinzu, dass in Niedersachsen und Bremen am Montag die Schule nach den Herbstferien wieder beginnt, während Hamburg noch eine Ferienwoche hat.
Busse auf den Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel
Die Hamburger Verkehrsbehörde kündigte am Freitagnachmittag an, dass die Hochbahn und der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) einen ergänzenden Busverkehr auf den Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel einrichten. Direktbusse sollen zwischen den S-Bahnhöfen Wilhelmsburg und Veddel sowie dem Hauptbahnhof verkehren, montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr im Zehn-Minuten-Takt. Eine direkte Verbindung zwischen Harburg und dem Hauptbahnhof stellen diese Busse jedoch nicht her.
Zusätzlich zu den Weichenarbeiten gibt es rund um den Hauptbahnhof weitere Einschränkungen. Auf der Amsinckstraße, der wichtigsten Verbindungsstraße von den Elbbrücken zum Hauptbahnhof, wird seit Anfang Oktober ein Wasserrohrbruch repariert. Diese Arbeiten sollen noch bis Mitte Dezember dauern und führen zu Staus. An der Baustelle wurde eine Busspur eingerichtet.
Wer mit der S-Bahn in die südöstlichen Stadtteile Hamburgs weiterfahren will, muss bis zum 1. November mit weiteren Behinderungen rechnen. Zwischen Berliner Tor und Bergedorf werden Gleise erneuert, es fahren Schienenersatzbusse. Ab dem 2. November verkehrt auf dieser Strecke wieder die S7, allerdings bis Ende November ohne die Taktverdichtung durch die S2. Auf der Linie S5 zwischen Hamburg-Neugraben und Stade fahren am Montag- und Dienstagabend nur Busse.












