Die neu formierte Bayern-Elf musste sich erst mal finden, gerade auch in der Offensive mit der neuen Flügelzange Alphonso Davies und Serge Gnabry. Es dauerte, bis die Bayern Zugriff auf das Spiel bekamen. Das galt auch für das junge Mittelfeld-Duo Aleksandar Pavlović und Tom Bischof, das aufmerksam von Bundestrainer Jürgen Klopp als Tribünengast beobachtet wurde.
Nach zwei Spielen Pause wegen einer Reizung am Fuß kehrte Manuel Neuer ins Tor zurück – und das in seinem 163. Champions-League-Spiel. Damit zog der 40-Jährige in der Rangliste der Rekordspieler mit Thomas Müller und Lionel Messi auf Platz drei gleich. Nur Cristiano Ronaldo (183 Spiele) und der frühere Toptorwart Iker Casillas (177) sind häufiger in der Königsklasse aufgelaufen.
Harry Kane auf den Spuren von Cristiano Ronaldo
Wichtiger als dieser persönliche Meilenstein sei aber, „dass wir das Spiel gewinnen“, sagte Neuer nach der Ankunft im Stadion bei DAZN. Machtlos war der Kapitän beim 0:1, das der für den früh verletzten Bukayo Saka eingewechselte Flügelstürmer Eze nach einem wunderbaren langen Pass von Arsenal-Kapitän Martin Ödegaard erzielte. Dafür verhinderte Neuer mit einer spektakulären Rettungstat nach einem Kopfball des Brasilianers Bruno Guimaraes kurz nach der Pause einen erneuten Rückstand (48.).
Im Gegenzug hätte Ismael Saibari seinen wuchtigen Auftritt krönen können. Doch der Marokkaner schoss beim Bayern-Konter nach Zuspiel von Serge Gnabry den Ball ans Außennetz. Vor der Pause war es umgekehrt gewesen. Nach einem Abschlag (!) von Kane auf Davies leitete Saibari bei dem Konter den Ball weiter zu Gnabry, der aber nicht platziert und hart genug schoss (21.).
Nach Saibaris verpasster Großchance scheiterte zunächst auch noch Dayot Upamecano mit einem Kopfball am gut reagierenden Arsenal-Schlussmann David Raya (49.). Doch Kane belohnte die Bayern in ihrer besten Druckphase. Der Engländer traf im zehnten Königsklassen-Spiel nacheinander. Länger war auf Europas größter Bühne im Vereinsfußball einzig Cristiano Ronaldo erfolgreich.











