Höchste Warnstufe ausgerufen
Unwetter nehmen Kurs auf Italien – extreme Regenmengen drohen
Aktualisiert am 20.10.2026 – 19:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Tief zieht von Spanien kommend über das Mittelmeer auf Italien zu. Für den Nordwesten des Landes werden bis zu 250 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet.
Schwere Unwetter kommen auf Italien zu. Für die Regionen Ligurien, Piemont, Emilia und Romagna, Toskana und Haute-Corse (Oberkorsika) hat der Zivilschutz eine Warnung der höchsten Stufe ausgerufen. In den kommenden 48 Stunden könnten im Nordwesten des Landes bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, einzelne Prognosen rechnen sogar mit 250 Litern.
Verantwortlich ist ein Tief, das von Spanien kommend über das Mittelmeer Richtung Italien zieht und dabei extreme Niederschläge mit sich bringt. Zunächst überquert die Unwetterfront Sardinien und Korsika sowie die tyrrhenische Küste, bevor sie auf den Nordwesten Italiens trifft. Im Raum Savona rechnen Meteorologen mit 100 bis 150 Litern Regen pro Quadratmeter, im Piemont regional mit mehr als 100 Litern – und zwar bis Mittwochabend.
Italien: Zivilschutz schlägt Alarm

Der Nationale Wetterdienst der italienischen Luftwaffe warnt die Bevölkerung: „Treffen Sie Vorsichtsmaßnahmen, bleiben Sie wachsam und befolgen Sie die Hinweise der Behörden. Informieren Sie sich regelmäßig über die aktuelle Wettervorhersage und stellen Sie sich auf erhebliche Einschränkungen im Alltag ein. Reisen Sie nur, wenn die Fahrt unbedingt notwendig ist.“
Unwetter verlagern sich am Mittwoch weiter
Am Mittwoch verlagert sich der Schwerpunkt der Unwetter dann nach Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Dort drohen Überschwemmungen und Erdrutsche. In den Alpen könnte die Schneefallgrenze auf unter 2.000 Meter sinken. Auch Südfrankreich bleibt nicht verschont: Sturmböen von bis zu 133 Kilometern pro Stunde sind dort möglich.
Seit Tagen wüten Unwetter mit heftigen Regenmengen im Mittelmeerraum. Erst in der vergangenen Woche war in Griechenland ein Mann in seinem Auto von Wassermassen mitgerissen und tödlich verletzt worden. Auch in Spanien richteten Unwetter schwere Schäden an. In Valencia, Katalonien sowie Andalusien starben insgesamt fünf Menschen. Wissenschaftler sehen in der Erwärmung des Klimas einen Faktor, der solche Starkregenereignisse begünstigen kann.









