Reinhold Würth übt Kritik
„Schraubenkönig“ über Regierung: „Das ist ja ein Drama“
15.10.2026 – 04:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Reinhold Würth geht mit der deutschen Politik hart ins Gericht. Ihm fehlen Männer wie Kohl und Schmidt.
Der Unternehmer Reinhold Würth hat die aktuelle Bundesregierung scharf kritisiert. „Das ist ja ein Drama mit diesen deutschen Regierungen!“, sagte der 91-Jährige der „Südwest Presse“ (Donnerstag). Schon die vorherige Regierung sei ein „Drama“ gewesen. Das setze sich nun fort, weil die SPD die CDU vor sich hertreibe, sagte Würth.
Die früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) und Helmut Kohl (CDU) seien Männer gewesen, die Führung bewiesen hätten. Deutschland brauche Politiker, „die sich durchsetzen und nicht bei jedem Pieps in die Knie gehen und zurückrudern“, sagte der als „Schraubenkönig“ bekannte Unternehmer.
Würth übernahm nach dem Tod seines Vaters dessen Schraubenhandel und baute ihn zu einem international erfolgreichen Unternehmen für Befestigungs- und Montagematerial aus. Heute ist er Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe mit Sitz in Künzelsau.
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Industrieverbände kritisieren Regierung
Würth steht nicht alleine mit seiner Kritik. Ende September riefen die Wirtschaftsverbände BDI und BDA die Bundesregierung zu einem entschlossenen Reformkurs auf. „Personaldebatten und kleinteilige Grabenkämpfe“ seien „das Gegenteil dessen, was unser Land derzeit braucht“, schrieben die Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Peter Leibinger und Rainer Dulger, in einem Beitrag für das „Handelsblatt“. Das Land solle vor den Interessen der Parteien stehen, forderten sie.
Im Juni hatten 100 Start-up-Gründer ebenfalls die Bundesregierung aufgefordert, bei Hilfen für junge Unternehmen umzusteuern. „Wir brauchen echte Wachstumsperspektiven für die Unternehmen der Zukunft. Denn die nächsten globalen Champions entstehen (nur) dort, wo Gründungen einfach und die Skalierungsaussichten klar sind“, hieß es in einem Brief an die Bundesregierung.











