Sieben Verletzte
Jugendliche bei Oktoberfest zusammengeschlagen
Aktualisiert am 12.10.2026 – 15:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Gruppe Jugendlicher möchte auf einem Volksfest ausgelassen feiern. Doch der Abend endet mit Verletzten.
In der Dresdner Ortschaft Oberwartha sind am Rande des örtlichen Oktoberfests Anfang des Monats Jugendliche von einer Männergruppe verfolgt und geschlagen worden. Dabei wurden laut Polizeiangaben sieben Personen verletzt, eine davon schwer. Die Behörden schließen eine politisch motivierte Tat nicht aus. Der Staatsschutz habe daher die Ermittlungen übernommen, bestätigte ein Polizeisprecher der „Sächsischen Zeitung“.
Dem Bericht zufolge feierten 15 Jugendliche am Tag der Deutschen Einheit gemeinsam. Gegen 21 Uhr sei die Gruppe zum örtlichen Oktoberfest aufgebrochen. Die öffentliche Veranstaltung wurde vom Bürger- und Ortsverein Oberwartha auf seiner Webseite mit „Fassbier, Cocktailbar, Wildschwein vom Grill, zünftiger Musik und spannenden Herausforderungen“ beworben.
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Doch als die Jugendlichen beim Festzelt ankamen, habe ihnen ein Mann den Zutritt verwehrt. Als Security-Mitarbeiter sei er nicht zu erkennen gewesen, erzählt ein Mädchen der „Sächsischen Zeitung“ – er habe eine schwarze Jacke mit Frakturschrift getragen. „Er hat gesagt, dass wir nicht reinkommen, weil wir bekifft wären“, sagt sie. Das sei aber nicht der Fall gewesen.
„Wegen euch geht Deutschland den Bach runter!“
Nach Diskussionen mit dem angeblichen Security-Mann beschloss die Gruppe, das Fest zu verlassen. Provozierende Sprechchöre aus dem Festzelt konterten die Jugendliche ihrerseits mit dem antifaschistischen Schlachtruf: „Alerta, alerta, antifascista“, berichtet das Mädchen. Anschließend sei die Situation eskaliert.
Laut der Zeugin flog eine Bierflasche aus der Menge auf die Straße. Mehrere Männer seien aus dem Festzelt gestürmt und hätten die flüchtenden Jugendlichen verfolgt. Auf einem nahe gelegenen Platz sei es dann zu körperlichen Angriffen gekommen: Die Täter schlugen und traten demnach auf die Jugendlichen ein – teilweise auch, als diese bereits am Boden lagen. Auch Mädchen seien Opfer der Angriffe geworden.
Weitere Festbesucher sollen sich an den Angriffen beteiligt haben, während andere tatenlos zusahen. Ein Mann, der helfen wollte, berichtet, selbst mit einer Bierflasche im Gesicht verletzt worden zu sein. Eine Anwohnerin will zudem den Ruf „Wegen euch geht Deutschland den Bach runter!“ gehört haben. Nur vereinzelt hätten Umstehende den Jugendlichen geholfen.











