Prozessbeginn in Aachen
Sohn soll 94-jährige Mutter ermordet haben, um Haus zu verkaufen
13.10.2026 – 11:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein 64-Jähriger soll seine Mutter in Monschau erstickt und ihre Leiche in einen Brunnen geworfen haben. Vor dem Aachener Landgericht beginnt der Mordprozess.
Vor dem Aachener Landgericht beginnt am Dienstag (13. Oktober) der Mordprozess gegen einen 64-Jährigen. Der Mann soll seine 94 Jahre alte Mutter im März in Monschau-Höfen getötet haben. Hintergrund der mutmaßlichen Tat war laut Anklage ein Streit um das Wohnrecht der Frau.
Der Angeklagte wollte nach Angaben der Staatsanwaltschaft auswandern und dafür das Haus verkaufen. Seine Mutter besaß jedoch ein lebenslanges Wohnrecht. Ein vor mehr als 30 Jahren geschlossener Vertrag sicherte ihr dieses Recht zu. Der Sohn soll mehrfach versucht haben, seine Mutter zur Aufgabe des Wohnrechts zu bewegen. Die 94-Jährige lehnte das wiederholt ab.
Leiche der Mutter in acht Meter tiefem Brunnen entdeckt
Am 7. März soll die Ehefrau des Angeklagten der Seniorin dann erneut einen Vertrag vorgelegt haben. Dieser sah die Löschung des Nießbrauchrechts vor. Die Frau weigerte sich laut Ermittlern abermals, zu unterschreiben. Kurz darauf soll der 64-Jährige seine Mutter von hinten am Hals gepackt und ihr den Mund zugehalten haben. Die 94-Jährige erstickte. Anschließend soll der Mann ihre Leiche in einen acht Meter tiefen Brunnen vor dem Haus geworfen haben, um die Tat zu vertuschen.
Angehörige und Freunde suchten nach der zunächst vermissten Frau. Auch der Angeklagte soll sich an der Suche beteiligt haben. Einen Tag später entdeckten Feuerwehrleute die Leiche im Brunnen. Forensische Untersuchungen ergaben, dass die Seniorin durch Gewalteinwirkung starb. Etwa einen Monat nach dem Tod seiner Mutter nahmen Ermittler den 64-Jährigen fest. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord aus Heimtücke und Habgier vor. Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht dem Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe.











