Nach der Berlin-Wahl
Reinickendorfer SPD-Vorstand will keine Koalition
13.10.2026 – 11:54 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Kreisvorstand spricht sich gegen eine Regierungsbeteiligung der SPD in Berlin aus. Was er stattdessen fordert.
Der Vorstand des SPD-Kreisverbands Reinickendorf fordert in einem Beschluss, eine Minderheitsregierung von Linken und Grünen zu tolerieren, statt mit ihnen zu koalieren. Zudem verlangt er einen Mitgliederentscheid über eine mögliche Koalition oder die Duldung.
Kreischef Gilbert Collé erklärte auf der Webseite des Kreisverbands: „Das Wahlergebnis vom 20. September kann unmöglich als Regierungsauftrag an die SPD verstanden werden“. Die Wähler hätten die Partei nach fast vier Jahrzehnten Regierungsbeteiligung vielmehr in die Opposition schicken wollen.
Reinickendorfer SPD fordert Mitgliederentscheid
Einer Dreierkoalition fehle zudem die inhaltliche und finanzielle Grundlage, heißt es in dem Papier. Die SPD könne „zum derzeitigen Zeitpunkt“ keine Koalition mit Linken und Grünen eingehen.
Die Frage nach Koalition oder Duldung ist nach Darstellung des Vorstands eine zentrale Weichenstellung für die Zukunft der Hauptstadt-SPD. Sie könne deshalb am Ende nur über einen Mitgliederentscheid beantwortet werden.
SPD mit historisch schlechtestem Wahlergebnis
Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September wurde die Linke mit 25,7 Prozent mit Abstand stärkste Kraft. Die SPD erreichte mit 12,1 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis und landete auf Platz fünf. Linke, Grüne und SPD führen derzeit Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierungsbildung.
Reinickendorf ist der Heimat-Kreisverband der Co-Landesvorsitzenden Bettina König. Die Berliner SPD hat insgesamt zwölf Kreisverbände.











