„Das alles ist der absolute Wahnsinn“
Verband sperrt fünfjährige Kartfahrerin – Vater sauer
13.10.2026 – 10:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Fünfjährige fährt Kart und begeistert damit Hunderttausende. Weil sie aber an einem Event ohne die nötige Lizenz teilnimmt, wird sie jetzt lange gesperrt.
Die fünf Jahre alte Emily ist der wohl jüngste Star des Motorsports. Fast 300.000 Menschen folgen dem Schweizer Mädchen bei Instagram. Neben Ausschnitte der eigenen Kartrennen sind dort auch Fotos und Videos mit Stars der Formel-1-Geschichte wie Mika Häkkinen und Kimi Antonelli zu sehen.
In naher Zukunft aber werden keine Clips von eigenen Rennen mehr hinzukommen. Denn Emily wurde vom Schweizer Motorsportverband Auto Sport Schweiz (ASS) bis zum 31. Dezember 2027 gesperrt. Grund dafür ist die Teilnahme an einem Wettkampf in Norditalien. Emilys Lizenz sei nicht für das Rennen vorgesehen. Auch ihr Kart sei für die Kategorie nicht das richtige gewesen. Das Fazit: „Emily hat damit gegen mehrere gültige Bestimmungen der ASS verstoßen.“
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Der Vorwurf richtet sich aber nicht an Emily, sondern an ihren Vater, da das Mädchen „nicht in der Lage ist, die aktuellen Reglemente zu lesen und zu verstehen“. Den Lizenzentzug muss sie aber dennoch hinnehmen. Die Sperre ist weltweit gültig. Zudem muss Emilys Familie 2.000 Schweizer Franken Strafe zahlen, was umgerechnet rund 2.150 Euro sind. Auch die Kosten des Verfahrens (rund 1.600 Euro) muss die Familie tragen.
„Das alles ist der absolute Wahnsinn“
Vater Markus Brun hat dafür kein Verständnis. Der Schweizer Zeitung „Tages-Anzeiger“ sagte er, dass Emily zu dem Wettkampf eingeladen worden sei. Sie habe keine Lizenz gebraucht, „weil es eben kein richtiges Rennen ist, das haben wir abgeklärt. Das alles ist der absolute Wahnsinn.“
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Die Kinder von zwei Freunden seien ebenfalls angetreten und hätten keine Strafe erhalten, weil sie keine Lizenz des ASS hatten und damit nicht Mitglieder des Verbandes seien. Nur, weil Emily genau das erfüllt, werde sie nun bestraft. Auch das Kart sei langsamer gewesen als das, was sie normalerweise fahre. „Emily fährt seit diesem Jahr mit einem Gefährt mit einem 10-PS-Motor. Das ist erheblich schneller als dasjenige, das sie am Event fuhr“, so Brun.
Der Verband ASS widersprach den Angaben von Emilys Vater, verwies auf die Untersuchung der Disziplinarkommission und stellte klar: „Sämtliche reglementarischen Umstände eines Wettbewerbs gemäß gültigem Sportgesetz waren und sind erfüllt.“












