Mögliche Ursachen
Brustschmerzen bei der Frau rechts – was steckt dahinter?
Aktualisiert am 13.10.2026 – 07:44 UhrLesedauer: 5 Min.
Wenn einer Frau die rechte Brust wehtut, sind verschiedene Ursachen denkbar. Was hinter den Brustschmerzen stecken kann und was die Betroffene tun sollte.
Für Brustschmerzen gibt es in vielen Fällen eine harmlose Erklärung. Wenn sie einseitig auftreten, also nur rechts oder nur links, macht sich die betroffene Frau womöglich Sorgen, dass es ein bösartiger Tumor sein könnte. Das ist aber nicht sehr wahrscheinlich, denn Brustkrebs äußert sich nur selten durch Schmerzen in der Brust.
Gleichwohl gilt es, mit einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen über die Beschwerden zu sprechen. Sie oder er kann die Ursache abklären, bei Bedarf weitere Untersuchungen veranlassen und eine geeignete Behandlung empfehlen.
Wichtig
In diesem Artikel geht es um Schmerzen im weiblichen Brustgewebe. Mit Brustschmerzen können aber auch Beschwerden gemeint sein, die vom Brustkorb ausgehen – beispielsweise aufgrund einer Rippenverletzung oder einer Erkrankung des Herzens oder der Lunge. Auch dann ist ärztlicher Rat notwendig, unter Umständen sogar dringend. Insbesondere Brustschmerzen, die mit einem drückenden Engegefühl oder mit Atemnot einhergehen, können auf einen medizinischen Notfall wie einen Herzinfarkt hinweisen. Bei solchen Beschwerden ist sofort der Rettungsdienst unter 112 zu rufen.
Brustschmerzen bei der Frau rechts – häufig sind es die Hormone
Wenn eine Frau gelegentlich oder regelmäßig in der zweiten Hälfte ihres Menstruationszyklus feststellt, dass ihre Brüste empfindlicher auf Berührungen reagieren, sich gespannt und geschwollen anfühlen oder sogar schmerzen, ist das nicht ungewöhnlich – und meist auch nicht krankhaft. Die Beschwerden entstehen dadurch, dass der Spiegel bestimmter Botenstoffe (Hormone) im Rahmen des natürlichen Menstruationszyklus schwankt.
Vor allem bei Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren führen diese zyklischen Schwankungen im Hormonhaushalt häufig dazu, dass ihr Brustdrüsengewebe empfindlicher wird und sich gespannt oder geschwollen anfühlt. Typischerweise treten diese Beschwerden beidseitig auf, sie können aber auch nur in der rechten oder nur in der linken Brust fühlbar sein.
Zyklusbedingte Brustschmerzen treten üblicherweise vor der Menopause auf, also vor der letzten natürlichen Monatsblutung. Welche Vorgänge im Brustgewebe die Schmerzen genau auslösen, ist nicht abschließend geklärt.
Als Ursache wird mitunter ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron diskutiert. Östrogen bildet der heranreifende Follikel (Eibläschen) in der ersten Zyklushälfte. Durch einen hohen Östrogenspiegel entwickelt sich in der Folge das zurückbleibende Follikelgewebe zum Gelbkörper, der vor allem Progesteron und in geringerem Umfang auch Östrogen produziert. In der zweiten Zyklushälfte steigt deshalb in erster Linie der Progesteronspiegel. Auch das Östrogen nimmt zunächst wieder etwas zu, bevor beide Hormonspiegel am Ende des Zyklus abfallen.
Findet kein Eisprung statt, bildet sich kein Gelbkörper. Dann steigt der Progesteronspiegel nicht wie üblich an. Der Follikel kann jedoch weiterhin Östrogen bilden. Entsteht dadurch ein hormonelles Ungleichgewicht, könnte dieses dazu beitragen, dass das Brustgewebe empfindlicher wird und anschwillt. Ob dabei tatsächlich Wassereinlagerungen die Brustschmerzen verursachen, ist allerdings nicht eindeutig belegt.
Brustschmerzen bei der Frau rechts – weitere mögliche Ursachen
Neben den recht verbreiteten zyklusabhängigen, nicht krankhaften Brustschmerzen gibt es noch andere Formen von Brustschmerzen bei der Frau. Viele davon – aber nicht alle – sind ebenfalls auf den Einfluss des Hormonhaushalts zurückzuführen. Manche hängen nicht oder nur indirekt mit hormonellen Schwankungen zusammen oder werden dadurch verstärkt.
Häufige Ursachen für Brustschmerzen bei der Frau sind etwa eine Schwangerschaft oder die Einnahme von Hormonpräparaten wie der Antibabypille. In diesen Fällen sind die Schmerzen jedoch üblicherweise beidseitig zu spüren.












