Journalistenverband bezieht Stellung
Streit um „heute-show“-Reporter eskaliert nach AfD-Ansage
12.10.2026 – 03:48 UhrLesedauer: 1 Min.
Siegmund legte dem „heute-show“-Reporter einen Jobwechsel nahe und verwies auf den AfD-Plan zum Medienstaatsvertrag. Der DJV fordert Schutz für Journalisten.
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) wirft dem AfD-Politiker Ulrich Siegmund vor, den ZDF-Reporter Fabian Köster im Landtag von Sachsen-Anhalt unter Druck gesetzt zu haben. Köster ist Reporter der ZDF-„heute-show“ und lebt in Köln.
„Erst kritische Journalisten unter Druck setzen, dann Sender abwickeln wollen: Das ist kein Medienkonzept, das ist pure Einschüchterung“, erklärte DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Laut Beuster überschreitet eine rote Linie, wer kritische Berichterstattung mit der beruflichen Existenz verknüpft.
AfD-Spitzenkandidat legt ZDF-Reporter Jobsuche nahe
Siegmund hatte Köster nach der konstituierenden Sitzung des Landtags in Magdeburg nahegelegt, sich einen neuen Job zu suchen. Zugleich verwies er auf die von der AfD geplante Kündigung des Medienstaatsvertrags. Köster konterte und sprach die Vetternwirtschaftsaffäre der AfD an, wie ein am Freitagabend von der „heute-show“ ausgestrahlter Beitrag zeigt. Die Partei wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.

Mit Sorge sieht der DJV zudem Berichte, wonach Köster im Anschluss von einem Team des AfD-nahen Portals Deutschland-Kurier durch die Gänge des Landtags verfolgt worden sein soll. „Parlamentarische Räume müssen Orte sein, an denen Journalistinnen und Journalisten frei und sicher arbeiten können“, erklärte Beuster.
Der DJV forderte die Verantwortlichen in den Landtagen auf, den Schutz der journalistischen Arbeit sicherzustellen.











