Am Nürnberger Hauptbahnhof
Angeblich eine Bombe im Rucksack: 41-Jähriger festgenommen
11.10.2026 – 13:16 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann soll am Hauptbahnhof behauptet haben, eine Bombe im Rucksack zu haben. Gefunden wurde kein Sprengstoff, die Staatsanwaltschaft beantragte Haft.
Ein Rucksack mit einer angeblichen Bombe hat am Nürnberger Hauptbahnhof einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Polizei räumte die Mittelhalle und sperrte den Bereich für rund eine Stunde. Sprengstoff fanden die Einsatzkräfte nicht. Wenige Stunden später nahm die Bundespolizei einen 41-Jährigen fest.
Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilte, hatte ein Mann am Informationsschalter in der Mittelhalle einen Rucksack abgegeben und dabei angegeben, dass sich darin eine Bombe befinde. Anschließend entfernte er sich vom Ort des Geschehens. Spezialisten des Entschärfungsdienstes der Bundespolizei nahmen den Rucksack daraufhin unter die Lupe – und gaben schließlich Entwarnung.
Täter wirkte verwirrt
Als sich der 41-Jährige erneut im Hauptbahnhof aufhielt, erkannten ihn Bundespolizisten und nahmen ihn fest. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Laut Polizei machte der Verdächtige zeitweise einen verwirrten Eindruck. Da die Beamten zudem Alkoholgeruch bei ihm wahrnahmen, wurde eine Blutentnahme veranlasst.
Bei einer anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler keine Sprengmittel. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.
Die Staatsanwaltschaft beantragte gegen den bereits strafrechtlich bekannten 41-Jährigen Haft. Am Sonntag soll ein Ermittlungsrichter über die Haftfrage entscheiden.












