Unterschiedliche Vorstellungen zur Arbeitszeit
1&1 streicht Homeoffice im Bereich mit Betriebsrat
02.10.2026 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.
1&1 ändert die Arbeitsbedingungen am Standort Montabaur. Betroffen ist allerdings nur ein bestimmter Teil der Belegschaft.
Bei 1&1 in Montabaur soll mobiles Arbeiten ab dem kommenden Jahr für einen Teil der Beschäftigten entfallen. Betroffen sind ausschließlich die rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Unternehmensbereich, in dem ein Betriebsrat besteht.
Die Entscheidung wurde laut Angaben des Mediums „Golem“ am 25. September in einem konzernweiten Blogeintrag bekannt gegeben. Demnach schließt die Unternehmensführung einen Teil in Montabaur von der unternehmensweiten Regelung zu sogenannten „Coverdays“ aus. Die Personalchefin begründete den Schritt mit unterschiedlichen Vorstellungen über die Ausgestaltung der Arbeitszeiten bei den „Coverdays“. Deshalb werde der mitbestimmte Betrieb in Montabaur von der „UI-Richtlinie zu Coverdays“ ausgeschlossen. Damit endet dort das mobile Arbeiten.
Streit um Arbeitszeiterfassung
1&1-Sprecher Thomas Kahmann sagte gegenüber „Golem“, die Rücknahme der Homeoffice-Regelung stehe im Zusammenhang mit der gesetzlichen Pflicht zur Arbeitszeiterfassung. Trotz langwieriger Verhandlungen habe mit dem Betriebsrat keine Einigung über die Zeiterfassung im Homeoffice erzielt werden können. Der Schritt sei daher nötig gewesen, um die gesetzlichen Vorgaben fristgerecht umzusetzen.
Der Betriebsrat des betroffenen Teilbetriebs wurde erst im Dezember 2023 gewählt. Laut Verdi ging dem eine jahrelange Auseinandersetzung mit der Geschäftsleitung voraus. Nun endet ausgerechnet in diesem Bereich das mobile Arbeiten. 1&1 begründet den Schritt mit der bislang gescheiterten Einigung mit dem Betriebsrat über die Arbeitszeiterfassung im Homeoffice.
Die neue Regelung soll ab dem kommenden Jahr gelten. Beschäftigte an den 1&1-Standorten Karlsruhe und Zweibrücken sind davon nicht betroffen. Unklar ist bislang, wie mit Beschäftigten umgegangen werden soll, die vertraglich eine vollständige mobile Arbeit zugesichert bekommen haben. Nach Informationen von Golem handelt es sich dabei um eine mittlere zweistellige Zahl von Mitarbeitern.











