Rente mit 67 und dann?
Vielen droht eine Rentenlücke von bis zu einer Million Euro
Aktualisiert am 23.09.2026 – 07:04 UhrLesedauer: 4 Min.
Die gesetzliche Rente allein reicht vielen nicht aus. Warum sich die Rentenlücke in Zukunft weiter vergrößert und was das für Ihre Altersvorsorge bedeutet.
Jüngere Generationen stehen vor einer alarmierenden Herausforderung: Die gesetzliche Rente wird für viele im Alter nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Wie der Geldratgeber „Finanztip“ herausfand, kann die Rentenlücke bis zu einer Million Euro betragen. Doch wie kommt es zu dieser dramatischen Entwicklung? Und was kann man tun, um seine finanzielle Zukunft besser abzusichern?
Die Rente schrumpft: Warum die Rentenlücke immer größer wird
Die gesetzliche Rentenversicherung basiert auf dem Umlageverfahren: Die Beitragszahler von heute finanzieren die Renten derjenigen, die sich bereits im Ruhestand befinden. Doch durch den demografischen Wandel gerät dieses System zunehmend unter Druck. Immer weniger Erwerbstätige müssen für eine wachsende Anzahl von Rentnern aufkommen.
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Laut der „Finanztip“-Umfrage sind mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) besorgt oder sehr besorgt um ihre Altersvorsorge. Besonders betroffen sind dabei Menschen mit geringen Einkommen, Selbstständige ohne Rentenpflichtversicherung und Frauen, die durch Teilzeit oder Elternzeiten weniger Rentenpunkte sammeln. Die Folge: Viele müssen mit einer Rente rechnen, die weit unter ihrem letzten Nettoeinkommen liegt.
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Der Gender-Save-Gap: Warum Frauen besonders betroffen sind
Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern. Der Begriff „Gender-Save-Gap“ beschreibt die finanzielle Schieflage zwischen den Geschlechtern in der Altersvorsorge. Laut Umfrage sparen 30 Prozent der Frauen keinen einzigen Cent für das Alter, während dies nur auf 19 Prozent der Männer zutrifft. Zudem können 25 Prozent der Frauen weniger als 100 Euro monatlich zur Seite legen – doppelt so viele wie bei den Männern.
Diese Diskrepanz entsteht durch mehrere Faktoren:
- Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit oder unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit für die Familie.
- Sie verdienen im Durchschnitt weniger als Männer und zahlen somit geringere Beiträge in die Rentenkasse ein.
- Ihre Lebenserwartung ist höher, wodurch das angesparte Vermögen länger reichen muss.
Die 1-Million-Euro-Rentenlücke: So entsteht sie
Eine Frau, die heute 30 Jahre alt ist und 2.700 Euro netto im Monat verdient, wird laut „Finanztip“ eine Versorgungslücke von bis zu einer Million Euro haben, falls sie 100 Jahre alt wird. Selbst wenn sie nur eine durchschnittliche Rentenzeit von 20 Jahren hat, bleibt immer noch eine Lücke von mehr als 500.000 Euro.
„Finanztip“-Chefredakteur Saidi Sulilatu erklärt: „Viele Menschen unterschätzen, wie viel sie sparen müssen, um im Alter abgesichert zu sein. Wer 80 Prozent seines letzten Einkommens erhalten möchte, muss aktiv vorsorgen.“










