Modelle „erstaunlich einig“
Experte zeigt sich von Herbstprognose beunruhigt
01.09.2026 – 13:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Zum meteorologischen Herbstanfang wagt ein Wetterexperte eine Herbstprognose. Er rechnet zuerst mit neuer Hitze. Auch danach zeigen die Modelle eine klare Tendenz.
Seit Dienstag ist der Sommer Geschichte – zumindest mit Blick auf den Kalender: Am 1. September beginnt für die Meteorologen der Herbst, der in den vergangenen Jahren stets deutlich milder ausfiel als im langjährigen Mittel. Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gibt für t-online eine Herbstprognose ab. Er rechnet damit, dass auch dieser Herbst deutlich zu warm werden dürfte. Noch diese Woche könnte eine Region die 30-Grad-Marke knacken.
Derzeit bestimmen ein Islandtief sowie ein Azorenhoch das Wetter in Deutschland und teilen das Land. Im Süden dominiert spätsommerliches Wetter, im Norden dagegen ist es ungemütlich, mit Schauern, Gewittern und milderen Temperaturen.
- Historischer El Niño erwartet: In Deutschland beginnt das große Winter-Rätsel
Laut Dominik Jung sind in Teilen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bayern und dem Saarland im Verlauf der Woche noch einmal 30 Grad möglich. „Den vorläufigen Höhepunkt erwarte ich um Freitag herum“, so der Experte. Da seien verbreitet 25 bis 30 Grad zu erwarten, „punktuell sogar bis 33 Grad“. Allerdings zeigen die Wettermodelle derzeit noch große Spannen. Die Prognosen sind mit entsprechenden Unsicherheiten verbunden.

Prognose für den Herbst: Modelle sind sich einig
Laut Jung dürfte die erste Septemberhälfte dann weitgehend ruhig verlaufen. Zwischen dem 22. und dem 29. September deutet sich laut dem Experten eine „klassische Altweibersommer-Phase“ mit stabilem Hochdruckwetter an. Danach könnten die Temperaturen spürbar sinken. „Dann liegen die Höchstwerte vielerorts nur noch bei knapp über 15 Grad.“
Auch die langfristigen Herbstprognosen sprechen eine klare Sprache und sind sich laut Jung „erstaunlich einig“. Sowohl das europäische ECMWF-Modell als auch das amerikanische NOAA-Modell sehen demnach deutlich höhere Temperaturen als im langjährigen Durchschnitt. Ein bis zwei Grad soll der Unterschied betragen. Auch beim Niederschlag sind sich die Langfristmodelle einig: Der September soll zu trocken verlaufen, der November zu nass.
Im Video | Aktuelle Wetterprognosen













