„Medizinisches Ereignis“
Geheimdreh in der Elbphilharmonie endet mit Großeinsatz
20.08.2026 – 11:39 UhrLesedauer: 1 Min.
Mehrere Menschen klagen in der Elbphilharmonie über Magen-Darm-Beschwerden. Zuvor sollen sie an einem geheim gehaltenen Filmdreh beteiligt gewesen sein.
Bei einem nächtlichen Filmdreh in der Elbphilharmonie sind am Donnerstagmorgen zahlreiche Menschen erkrankt. Laut einem Reporter vor Ort klagten mehr als 20 Personen über Durchfall und Erbrechen. Nach Informationen von t-online waren ersten Schätzungen zufolge bis zu 25 Personen betroffen.
Die Feuerwehr wurde gegen 9.40 Uhr zum Platz der Deutschen Einheit alarmiert und rückte nach dpa-Angaben mit 40 Einsatzkräften an. Ein Feuerwehrsprecher bestätigte Übelkeit und Erbrechen bei mehreren Personen. Die Zahl der Betroffenen sei noch „dynamisch“. Die Feuerwehr sprach von einem „medizinischen Ereignis“.
Internationale Produktionsfirma dreht in Elbphilharmonie
In dem Konzerthaus hatte seit Mittwochabend eine internationale Produktionsfirma gedreht. Rund 500 Menschen seien an den Arbeiten beteiligt gewesen, sagte ein Sprecher der Elbphilharmonie t-online. Welcher Film dort entstand, sollte geheim bleiben.
Die Berliner Agentur Filmgesichter hatte zuvor auf Facebook nach rund 100 weiteren Komparsinnen und Komparsen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren gesucht. Sie sollten in „schicker Abendgarderobe“ von Mittwochabend bis Donnerstagmittag vor der Kamera stehen. Gezahlt wurden Aufwandsentschädigungen ab 140 Euro plus Nachtzuschlag.
Löste das Catering die Beschwerden aus?
In dem Aufruf wurde auch Catering zugesagt. Nach Angaben der „Hamburger Morgenpost“ (Mopo), die sich auf die Polizei beruft, könnte Essen eines Caterers die Beschwerden ausgelöst haben. Eine Lebensmittelvergiftung ist bislang jedoch nicht offiziell bestätigt.
Der Einsatz dauerte am späten Donnerstagvormittag noch an. Der reguläre Betrieb der Elbphilharmonie solle davon nicht beeinträchtigt werden, sagte der Sprecher des Hauses t-online.











