Erkrankung von Jamal Musiala
Gehen die Bayern dieses Risiko ein?
20.08.2026 – 11:07 UhrLesedauer: 4 Min.

Hinter dem Bayern-Star Jamal Musiala stehen nach Bekanntwerden seiner Erkrankung einmal mehr Fragezeichen. Die Münchner müssen sich Sorgen machen – und dann auch wieder nicht.
Seit Dienstag wissen sie alle Bescheid. Fußball-Deutschland. Die Sportwelt. Millionen Fans. Jamal Musiala leidet an „Absencen“, einer neurologischen Dysfunktion. Eine Form der Epilepsie, die zu Schwächeanfällen und Zusammenbrüchen führen kann, wie sie dem Star des FC Bayern innerhalb weniger Tage gleich zweimal passiert sind: erst im Testspiel gegen RB Leipzig am vergangenen Samstag, dann am frühen Dienstagabend gegen den 1. FC Heidenheim.
Was bedeutet die Erkrankung des 23-Jährigen genau, sowohl für Musiala selbst als auch für den FC Bayern? t-online schaut auf die Situation an der Säbener Straße.
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Wird Musiala den Bayern länger fehlen?
Das ist noch unklar. Fakt ist: Musiala selbst erklärte in seinem Instagram-Post zwar, er sei „sehr optimistisch“, es bestehe „kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko“ – doch über eventuelle Ausfallzeiten oder anderweitige Einschränkungen gab es keine weiteren Informationen vom deutschen Nationalspieler. Und: Dass auch mit einer epileptischen Erkrankung Leistungssport auf höchstem Niveau betrieben werden kann, bewies in der Vergangenheit bereits ein mehrfacher deutscher Olympiasieger.
„Eine Epilepsie ist eine häufige neurologische Erkrankung und in vielen Fällen sehr gut behandelbar“, bestätigt auch Neurologin Maria Ilyas-Feldmann dem Sport-Informationsdienst. Etwa zwei Drittel der Betroffenen könnten „unter einer geeigneten medikamentösen Behandlung anfallsfrei werden. Auch mit einer Epilepsie kann grundsätzlich damit auch Profifußball möglich sein.“ Entscheidend seien dabei auch „die Art der Anfälle, eine gute Anfallskontrolle und das individuelle Risiko.“
Sicher ist aber auch: Weder Musiala selbst noch der FC Bayern werden eben dieses Risiko eingehen wollen – schließlich ereigneten sich die zwei Vorfälle jeweils nach nur wenigen Minuten Einsatzzeit.
Ehrenpräsident Uli Hoeneß sagte am Mittwoch schon, die Situation stelle „mittelfristig“ ein Problem für den Klub dar. Die Vermutung: Noch ist ungewiss, wie die Behandlung anschlägt, wie sich Musiala entwickelt – und wie der Klub auf seinen Spieler zählen kann, ohne Gefährdung der Gesundheit. Und so haben die Bayern mindestens „mittelfristig“ tatsächlich ein Problem.
Wie könnte Bayern-Trainer Vincent Kompany reagieren?
„Ich erwarte, dass die Jungs eine Saison spielen, die uns noch stärker macht“, erklärte Kompany erst vor wenigen Tagen mit Blick auf Musiala und seinen Teamkollegen Alphonso Davies, die beide vergangene Spielzeit lange verletzt fehlten. Zumindest bei Musiala ist diese Erwartung nun vorerst infrage gestellt.











