„Falsch und irreführend“
Bot Infantino Marokko das WM-Finale an? Fifa dementiert
Aktualisiert am 05.08.2026 – 21:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Präsident des Fußball-Weltverbandes steht nach dem Scheitern seines Investorenplans unter Druck. Warb er mit einem Versprechen um Unterstützung? Sein Arbeitgeber dementiert.
Der Fußball-Weltverband Fifa hat einen Bericht dementiert, wonach Fifa-Präsident Gianni Infantino Marokko das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 versprochen haben soll. Das hatte die englische Tageszeitung „The Times“ berichtet. Im Gegenzug habe Infantino öffentliche Unterstützung in seinem Machtkampf an der Spitze der Fifa erwartet. Die „Times“ berief sich auf eine anonyme Quelle. Dieser Darstellung widersprach der Weltverband nun vehement.
„Es ist falsch und irreführend zu behaupten, der Fifa-Präsident habe irgendein Versprechen bezüglich der Austragung des Finales der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft 2030 abgegeben. Eine Entscheidung wird von der Fifa zu gegebener Zeit getroffen“, teilte der Weltverband auf dpa-Anfrage mit.
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Eine Final-Vergabe nach Marokko wäre ein großer Affront gegen Spanien und damit auch Europa, das in den letzten Tagen Infantino nach dem umstrittenen und inzwischen verworfenen Investorendeal harsch attackiert hatte. Spanien trägt zusammen mit Portugal und Marokko die WM 2030 aus. Dazu finden die ersten drei Spiele in Südamerika (Uruguay, Argentinien und Paraguay) statt.
Endspiel in Casablanca statt Madrid?
Für die Austragung des Endspiels galt bislang das Bernabéu-Stadion in Madrid als Favorit. In Casablanca entsteht das Hassan-II.-Stadion mit 115.000 Plätzen – nach Fertigstellung wäre es das größte Fußballstadion der Welt.
Am Mittwoch hielt Infantino im Fifa-Afrika-Büro in Salé eine Krisensitzung mit hochrangigen Mitarbeitern ab. Salé liegt vor den Toren der marokkanischen Hauptstadt Rabat. Auslöser der Krise: Sein Plan, Anteile an Fifa-Turnieren an private Investoren zu verkaufen, war gescheitert.
Seitdem bröckelt sein Rückhalt. Mehrere enge Mitarbeiter haben sich öffentlich von dem 56-Jährigen distanziert, ebenso der europäische Kontinentalverband Uefa. Die „Times“ berichtete, Infantino bemühe sich darum, Länder zu einer öffentlichen Unterstützungserklärung zu bewegen.
Ungeklärt ist auch die Teilnehmerzahl. Bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada, die vor gut drei Wochen endete, traten erstmals 48 Nationalteams an. Für 2030 strebt Infantino eine Ausweitung auf 64 Mannschaften an.










