Nächster Hilferuf nach Unwetter
Spendenaktion soll Kiosk in Rathen retten
03.08.2026 – 19:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein kleiner Verkaufsstand am Wanderweg zur Bastei bleibt beim Unwetter unbeschädigt. Trotzdem sammeln Freunde jetzt 35.000 Euro für den Betreiber.
Wer zur Bastei wandert, kommt zwangsläufig am Kiosk mit den roten Sonnenschirmen vorbei. Hier kommen Besucher schnell mit dem Inhaber mit den bunten Haaren ins Gespräch. Seit 2002 verkauft Swen Schneider dort Postkarten, Eis und mehr: „Ich arbeite hier bereits mein halbes Leben“, sagt der 48-Jährige im Gespräch mit der Dresdner Regionalredaktion von t-online. Doch seit Freitag wandert niemand mehr zur Bastei.
Das tödliche Unwetter hat den Aufstieg von Rathen zur Bastei unpassierbar gemacht, gesperrt bleibe er mindestens bis Ende August. Schneider geht davon aus, dass es deutlich länger dauert, weil die Feuerwehrleute sich von Hand vorschneiden müssten. Und so fehlen dem Kiosk bereits jetzt 60 Prozent seines Umsatzes – obwohl sein Büdchen unbeschädigt blieb.
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Nachdem der Kiosk im ersten Jahr das Hochwasser überstand und vor vier Jahren die Brände, fürchtet Schneider, dass diese Krise deutlich einschneidender wird. „Vor ein paar Jahren hatten die Leute wenigstens noch ein bisschen mehr Geld.“
„Ich kann nur hoffen, dass ich überlebe“
Seit Montag haben Freunde eine Spendenaktion für ihn gestartet. In den ersten Stunden kamen 777 Euro zusammen, das Ziel liegt bei 35.000 Euro. Das Geld soll die laufenden Kosten decken, bis die Wanderer zurückkommen. Gegenwärtig könne Schneider wenig tun, außer zu telefonieren und zu versuchen die Rechnungen aufzuschieben. „Ich kann nur hoffen, dass ich überlebe.“
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Trotz der Krise blieben noch ein paar Kunden. Touristen, die von der Verwüstung noch nichts wüssten oder sich selbst ein Bild vom Ausmaß machen wollten. Dazu Urlauber, die noch in Rathen sind – die aber längst auf gepackten Koffern sitzen würden.
Schneider rechnet damit, dass sein Umsatz weiter einbricht. Trotzdem schließt er jeden Morgen auf: „Ich hoffe auf jeden Kunden, der vorbeikommt.“










