„Froh, dass ich hier sein darf“
WM-Teilnehmer holt erstmals ausländischen Nationaltrainer
31.07.2026 – 22:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Santi Denia übernimmt die tschechische Fußball-Nationalmannschaft – und sorgt für ein Novum in der Verbandsgeschichte. Er bringt einen Olympiasieg und einen Assistenten mit.
Der tschechische Fußballverband hat Santi Denia als neuen Nationaltrainer verpflichtet. Der 56-jährige Spanier ist der erste ausländische Trainer, der die Nationalmannschaft übernimmt.
Wie der Verband mitteilte, hat Denia einen Vertrag bis 2028 unterschrieben, mit einer Option auf Verlängerung. Er folgt auf Miroslav Koubek, der nach dem WM-Vorrunden-Aus seinen Posten räumte. Die Tschechen schieden in Nordamerika als Letzter der Gruppe A aus. Danach erklärte Leverkusens Stürmer Patrik Schick seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft.
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Seinen Einstand gibt Denia im September in der Nations League – mit Spielen gegen Kroatien und England. Als Assistenten bringt er den früheren spanischen Profi Pablo Amo mit.
Denia sagte: „Der tschechische Fußball blickt auf eine lange Tradition zurück, und es ist mir eine große Ehre, hier zu sein.“ Außerdem erklärte er: „Ich bin froh, dass ich hier sein darf – und außerordentlich motiviert.“
Denia lief einst für Spanien auf
Seinen größten Erfolg feierte Denia 2024 in Paris: Mit Spanien gewann er Olympiagold. Zuletzt trainierte er den katarischen Erstligisten Al-Shahania SC. Als Verteidiger stand er 1997 und 1998 zweimal für die spanische Nationalmannschaft auf dem Feld und spielte unter anderem für Atlético Madrid.
Der frühere tschechische U21-Nationaltrainer Ivan Kopecky begrüßte die Entscheidung. Der 80-Jährige sagte der Agentur CTK: „Ich glaube, dass unser Fußball etwas spanisches Blut gebrauchen kann.“ Das Spiel des frischgebackenen Weltmeisters Spanien sei kreativ und selbstbewusst – Qualitäten, die den jungen heimischen Talenten fehlten.
Ex-Nationalspieler Pavel Nedved, der beim Verband als Generalmanager tätig ist, begründete die Wahl so: „Denia verfügt über umfangreiche Erfahrung und unvergessliche Erfolge mit den spanischen Nationalmannschaften.“











