Scharfe Kritik an Infantino-Plänen
„Die Fifa ist ein korrupter Misthaufen“
31.07.2026 – 10:44 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Uefa leistet massiven Widerstand gegen den in dieser Woche vorgeschlagenen Investorendeal der Fifa. t-online stieß eine Debatte an – die Leser antworteten.
Sein Meisterstück als Uefa-Boss hat Aleksander Čeferin quasi zum Ende seiner gut zehnjährigen Amtszeit abgeliefert – und der Funktionär hätte wahrscheinlich gerne darauf verzichtet. Innerhalb von 48 Stunden organisierte Čeferin – ein Rechtsanwalt aus Slowenien – in Europa den geschlossenen Widerstand gegen den milliardenschweren WM-Investorenplan, mit dem Gianni Infantino und die Fifa in dieser Woche die Fußball-Welt verblüfften.
Čeferins Uefa torpedierte das Geschäftsgebaren des Weltverbandes in drei Akten. Teil eins: Empörung. „Damit wird eine Grenze überschritten, die die für den Fußball verantwortlichen Institutionen niemals überschreiten dürften.“ Teil zwei: Spott. „Das sagt alles über diesen Plan aus, was man wissen muss“, hieß es zum kolportierten Ultimatum bis zum 19. September.
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Teil drei am Donnerstag war nicht weniger als der offene Bruch mit der Fifa und eine sportpolitische Explosion, die schon jetzt einen Platz in den Fußball-Geschichtsbüchern sicher hat. Čeferin versammelte alle 55 Mitgliederstaaten – darunter auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB), Weltmeister Spanien und die zunächst abtrünnigen Tschechen – hinter sich und droht der Fifa mit dem Boykott aller Wettbewerbe des Weltverbandes. Und zwar ab sofort.
t-online stieß rund um die Entscheidung eine Debatte an – und wollte von seinen Lesern wissen, ob die Entscheidung der Uefa die richtige ist.
Oliver Wegener würde den WM-Boykott begrüßen: „Das wäre auf jeden Fall das richtige Zeichen. Es kann nicht sein, dass selbstherrliche ‚Könige‘ wie Infantino und Trump Jahrzehnte alte Vereinbarungen und geltendes Regelwerk ad absurdum führen, um ohne oder nur mit geringer Kontrolle den maximalen Gewinn auf dem Rücken und auf Kosten der ‚echten‘ Fans zu erwirtschaften. Und damit auch die Gesundheit der Spieler durch Ausweitung der bereits extremen Belastung durch eine ohnehin lange Saison aufs Spiel setzen.“

Auch Leserin Tanja Stephan sieht im Schritt des europäischen Verbandes das richtige Signal: „Endlich kommt die Uefa aus ihrem Loch. Hätten schon in den USA Flagge zeigen müssen. Fußball gehört dem Volk, den Fans und nicht einzelnen Milliardären und Politikern, die mit den Fußballern spielen, wie sie wollen. Liebe Uefa, zieht eure Entscheidung auch bis zum bitteren Ende durch!“












