So wirken beliebte Hausmittel
Hilft Spucke bei einem Mückenstich?
Aktualisiert am 26.07.2026 – 20:15 UhrLesedauer: 3 Min.

Ärgerlich, wenn man gerade von einer Mücke gestochen wurde und keine spezielle Salbe oder Ähnliches parat hat, um den Stich zu lindern. Was hilft akut?
Viele greifen bei einem frischen Mückenstich reflexartig zum eigenen Speichel – ein Tipp, den sie von Eltern oder Großeltern kennen. Doch hilft das wirklich gegen den Juckreiz oder ist es nur ein Mythos?
Warum juckt ein Mückenstich?
Um zu verstehen, welche Behandlungsmöglichkeiten bei Mückenstichen helfen, ist es wichtig zu wissen, was bei einem Mückenstich geschieht: Mit ihrem Stich injiziert die Mücke zugleich ihren eigenen Speichel in die Wunde. Dieser hat laut dem Insektenforscher Professor Dr. Heinz Mehlhorn von der Universität Düsseldorf drei Aufgaben:
- Er verflüssigt das Blut.
- Er hemmt die Blutgerinnung.
- Er dient zur Gefäßerweiterung.
Bestimmte Wirkstoffe sorgen also dafür, dass die Mücke das Blut leichter und schneller aufsaugen kann.
Auf den Speichel der Mücke beziehungsweise die darin enthaltenen Proteine reagiert der Mensch allergisch. Die Folge: Die Einstichstelle wird rot, schwillt an und juckt.
Wenn Sie sich nun an der Stelle kratzen, verteilen Sie den Mückenspeichel unter der Haut. Dadurch reagiert ein größerer Bereich allergisch.
Hilft Spucke bei einem Mückenstich?
Der menschliche Speichel hilft nur bedingt bei der Heilung, denn er enthält keine Bestandteile, die die Komponenten aus dem Mückenspeichel bekämpfen beziehungsweise neutralisieren und somit die allergische Reaktion lindern.
Allerdings wird durch unseren Speichel der Juckreiz für kurze Zeit gelindert. Das liegt an der Kälte, die durch die Verdunstung der Flüssigkeit entsteht (Verdunstungskälte). Eine Behandlung des Stichs ersetzt der Speichel jedoch nicht. Laut Prof. Dr. med. Marcus Maurer, Forschungsdirektor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charité in Berlin, habe lauwarmes Wasser dieselbe Wirkung.
Aber: Ist der Juckreiz sehr stark, kratzen viele den Stich auf, erklärt Dr. Norbert Behnke, Dermatologe aus Berlin. Dadurch können Bakterien in die Wunde geraten, wodurch sich der Stich entzündet. Mit etwas Speichel können Sie zumindest die Haut um die Einstichstelle etwas reinigen, sodass weniger Verschmutzungen in die Wunde gelangen.
Wichtig
Kratzen verschlimmert die Reaktion und kann zu Entzündungen führen. Kühlen Sie den Stich lieber sofort mit einem Kühlpad oder einem kalten, feuchten Tuch.
Was hilft gegen einen Mückenstich?
Wenn Sie keine spezielle Salbe gegen Mückenstiche zur Hand haben, können Sie auch auf Hausmittel zurückgreifen, um den Juckreiz zu lindern. Als hilfreich erwiesen haben sich unter anderem:












