Formel 1 in Belgien
Spektakel in Spa: Antonelli gewinnt wildes Rennen
Aktualisiert am 19.07.2026 – 16:46 UhrLesedauer: 3 Min.
Das traditionsreiche Rennen in Belgien beginnt direkt mit einem Paukenschlag. Auch danach bleibt es teilweise chaotisch. Am Ende setzt sich erneut der Teenager durch – ganz knapp vor einem Konkurrenten.
Da war alles drin bei diesem Grand Prix: Kimi Antonelli hat den Großen Preis von Belgien gewonnen. Der Mercedes-Pilot siegte am Sonntag hauchdünn vor seinem Ferrari-Konkurrenten Charles Leclerc und Max Verstappen (Red Bull). Der 19-Jährige konnte mit seinem sechsten Saisonsieg seine Führung in der WM-Wertung ausbauen.
Für seinen Rennstall Mercedes halten sich in Spa indes Freud und Leid die Waage: Denn Antonellis Teamkollege George Russell schied bereits in der ersten Runde nach einer unglücklichen Berührung mit dem Ferrari von Lewis Hamilton aus.
In der Gesamtwertung hat das Supertalent des deutschen Werksteams nun 49 Punkte Vorsprung vor dem zweitplatzierten Rekordweltmeister Hamilton im Ferrari. Einen Zähler dahinter liegt Russell.
Nico Hülkenberg verpasste derweil die Punkte. Der einzige Deutsche im Fahrerfeld belegte im Audi am Ende Platz 13.
So lief das Rennen
Antonelli verlor seinen ersten Platz nach dem Start und ließ Verstappen vorbeiziehen – nur um kurz danach wieder clever die Spitze zu übernehmen. Dahinter hatte Teamkollege Russell viel Pech. Der Brite fuhr aggressiv gegen die Konkurrenz und berührte mit seinem Mercedes das Auto von Ferrari-Star Lewis Hamilton. Der Silberpfeil von Russell drehte sich nach dem Kontakt mit seinem früheren Stallrivalen und rutschte ins Kiesbett. Damit war das vorletzte Rennen vor der Sommerpause für ihn schon früh vorbei.
„Ich hatte wieder keine Leistung. Das ist inakzeptabel, Leute. Das ganze Wochenende!“, funkte der wütende Russell an sein Team und offenbarte Batterie-Probleme. Er habe auf der Geraden vor Kurve sechs seine komplette Leistung verloren, sagte der Brite. Während Russell gefrustet ausstieg und Hamilton für den Crash eine Fünf-Sekunden-Strafe erhielt, begann es in der folgenden Safety-Car-Phase kurz zu regnen. Das blieb aber ohne Folgen.
Auch nach dem fliegenden Neustart behielt Antonelli problemlos die Führung, dahinter wurde hart um die Positionen gekämpft. Leclerc schnappte sich im Ferrari schnell Verstappen und war Zweiter. Kurz darauf tauschten beide schon wieder die Plätze und schenkten sich nichts. Auch Leclerc und Hamilton lieferten sich in den Wäldern in den Ardennen harte Zweikämpfe.
Leclerc profitierte von einer Safety-Car-Phase
An der Spitze zeigte Antonelli erneut, dass er am besten mit dem Reglement zurechtkommt. Fünfmal hatte der Teenager in dieser Saison zuvor schon nacheinander gewinnen können, zuletzt sammelte er durch technische Probleme aber nicht mehr so viele Punkte. Auch vor zwei Wochen in Silverstone kostete ihn ein Defekt eine bessere Platzierung.












