Kurzurlaub ab Berlin
Nur zwei Stunden entfernt: Das ist die „bunte Stadt am kleinen Meer“
18.07.2026 – 17:44 UhrLesedauer: 3 Min.
Eine farbenfrohe Altstadt mit Fachwerkhäusern und ein Hafen: Röbel an der Müritz punktet mit viel Charme. Von Berlin aus braucht man nicht lange dorthin.
Die Einwohner von Röbel nennen ihre Stadt liebevoll „bunte Stadt am kleinen Meer“ – und wer durch die Altstadt schlendert, weiß genau, was damit gemeint ist. Die restaurierten Fachwerkhäuser hier sind rot, gelb oder orangefarben, andere Häuser in dem mittelalterlichen Stadtzentrum erstrahlen in Grün oder Blau.
Röbel liegt am Südwestufer der Müritz, dem größten Binnensee Deutschlands, und besitzt eine langgestreckte Uferpromenade, an der sich Anlegestellen der Fahrgastschiffe, Restaurants und Cafés befinden. Alte, teils schilfgedeckte Bootshäuser sowie der moderne Segler- und Stadthafen verleihen der Kleinstadt ein maritimes Flair.
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Bevor Röbel 1261 das Stadtrecht erhielt, gab es hier zwei getrennte Siedlungen. An diese Zeit erinnern noch heute die beiden frühgotischen Kirchen St. Marien und St. Nicolai. Die evangelische Pfarrkirche St. Marien aus der Mitte des 13. Jahrhunderts ist eine der frühesten gotischen Hallenkirchen in Mecklenburg. Ihr Turm ist von Anfang Mai bis Anfang Oktober geöffnet. 148 Stufen führen bis zur Turmspitze, von der man einen weiten Blick über die Stadt hat. Auch die gotische Stadtkirche St. Nicolai hat einen Turm: Er ist 70 Meter hoch und von Anfang Mai bis Ende September geöffnet.


Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Röbel gehören neben den beiden Kirchen das Rathaus, der Markt sowie der Ziegen- und der Pferdemarkt. Sehenswert ist außerdem die ehemalige Synagoge. Sie zählt zu den wenigen erhaltenen Fachwerksynagogen Mecklenburgs und informiert in einer Dauerausstellung über die jüdische Geschichte der Region.
Windmühle von Röbel: Heute ein Ausstellungsort
Mitten in der Stadt auf dem Burgberg befindet sich die Windmühle von Röbel. Am selben Standort befand sich im Mittelalter eine Burg, von ihr ist allerdings nichts mehr erhalten.1466 wurde hier eine Bockwindmühle errichtet, zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde sie durch die heutige Galerie-Holländer-Windmühle ersetzt. 1926 wurde das letzte Korn gemahlen.









