Die Polizei ermittelt
Matcha-Hype mit Folgen? „Säureangriff“ auf Café in Köln
09.07.2026 – 16:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Unbekannte verteilten nachts eine übel riechende Flüssigkeit vor dem Café Impi in Ehrenfeld. Nun schaltet sich die IG Kölner Gastro ein.
Lange Schlangen bis spät in den Abend hinein: Seit knapp einem Jahr ist das ein typisches Bild an der Kreuzung Barthelstraße/Piusstraße in Köln-Ehrenfeld. Im Mai 2025 zog dort das Café Impi ein. Bekannt wurde der Laden durch seine Matcha-Latte-Kreationen und sein To-Go-Angebot, bei dem Matcha oder Acai-Bowl in einer Dose serviert und jederzeit unterwegs verzehrt werden können.
Dass der Hype um das Café nicht von jedem gleichermaßen geteilt wird, zeigte sich schon vor einigen Monaten: Anwohner kritisierten, dass Gäste des Cafés den Verkehr behindern und Rettungsgassen versperren würden. Hinzu komme der Müll, der durch die Einwegverpackungen entstehe. Doch nun scheint das Ausmaß des Streits eine neue Form angenommen zu haben.
Wie die Polizei der Kölner Lokalredaktion von t-online bestätigte, ist das Café Impi zum Ziel einer Sachbeschädigung geworden. Unbekannte sollen am 4. Juli eine übel riechende Flüssigkeit auf der Terrasse des Cafés verteilt haben.
Angriff auf das Café Impi: IG Kölner Gastro schaltet sich ein
Am Donnerstag meldete sich die Interessengemeinschaft Kölner Gastro (IG) in dem Fall zu Wort. Demnach soll es sich bei der Flüssigkeit um Buttersäure gehandelt haben, was die Polizei jedoch noch nicht bestätigen konnte. Auf Social Media teilte die IG Kölner Gastro ihren Standpunkt zu dem Thema.
„Natürlich müssen Gastronomen Rücksicht auf ihre Nachbarschaft nehmen“, heißt es dort. „Aber was wir gerade an verschiedenen Stellen in Köln erleben, hat mit einem fairen Miteinander immer weniger zu tun“. Legitimer Ärger über Müll würde nicht alles rechtfertigen. Nach Auffassung IG Gastro werden die Gastronomiebetriebe in Konflikten reflexartig zum Problem erklärt.
IG Kölner Gastro: „Kölsche Offenheit endet vor der eigenen Tür“
Dabei würde ständig darüber geredet, dass Köln lebendig bleiben solle, heißt es in dem Beitrag weiter. „Aber scheinbar endete diese Kölsche Offenheit immer öfter genau dort, wo vor der eigenen Haustür tatsächlich etwas passiert. Wir romantisieren das lebendige Veedel so lange es leise ist“.
Für die IG Gastro Köln ist mit dem Angriff auf das Café klar eine Grenze überschritten worden: „Buttersäure gegen einen gastronomischen Betrieb ist kein Nachbarschaftskonflikt. Es ist ein Angriff“. Die IG Kölner Gastro stehe den betroffenen Gastronomen zur Seite und fordert wieder mehr Miteinander in Köln.











