Neue Daten
Deutschland meldet Nato-Beitrag in Rekordhöhe
Aktualisiert am 07.07.2026 – 18:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Deutschland meldet der Nato Verteidigungsausgaben von 124,7 Milliarden Euro. So hoch war der Wert noch nie.
Deutschland hat der Nato erneut Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe gemeldet. Die Bundesregierung übermittelte für das laufende Jahr einen Betrag von 124,7 Milliarden Euro. Das geht aus Daten hervor, die das Verteidigungsbündnis zum Auftakt seines Gipfeltreffens in Ankara veröffentlichte.
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Dies entspricht einer Steigerung um 25,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2025 wurden die Ausgaben auf rund 99,3 Milliarden Euro beziffert. In absoluten Zahlen ist der Anstieg um rund 25,4 Milliarden Euro der höchste, der für Deutschland in der jüngeren Geschichte registriert wurde. Innerhalb der Nato geben damit nur die USA mehr Geld für Verteidigung aus als die Bundesrepublik.
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Der Anteil der Verteidigungsausgaben am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird damit nach Nato-Berechnungen 2,69 Prozent erreichen. Im vergangenen Jahr hatte die Quote noch bei 2,22 Prozent gelegen. Sie wird auf Grundlage von Zahlen berechnet, die inflations- und wechselkursbereinigt sind.
Zahlen für Trump
Rutte und die Europäer hoffen, mit den Zahlen US-Präsident Donald Trump versöhnlich stimmen zu können. Dieser hatte kurz vor dem Gipfel erneut scharfe Kritik an den Ausgaben der Europäer geübt und Deutschlands Investitionen als lächerlich bezeichnet.
Kanzler Merz und Nato-Generalsekretär Mark Rutte weisen die Vorwürfe zurück. Rutte sagte am Dienstag in Ankara: „Allein im vergangenen Jahr haben die europäischen Verbündeten und Kanada fast 20 Prozent mehr für Verteidigung ausgegeben als im Jahr zuvor. Das sind zusätzliche 139 Milliarden Dollar. Betrachtet man 2025 und 2026 zusammen, ist es ein Anstieg um 258 Milliarden Dollar.“
Balten führen bei der BIP-Quote
Spitzenreiter bei der BIP-Quote sind nach den Zahlen derzeit Litauen (5,33 Prozent), Estland (5,10 Prozent), Lettland (4,92 Prozent) und Polen (4,68 Prozent). Sie liegen damit auch weit vor den USA, die 2026 nach den jüngsten Kalkulationen auf 3,17 Prozent kommen werden.
Beim Nato-Gipfel im vergangenen Jahr hatten die Alliierten auf Drängen Trumps vereinbart, spätestens ab 2035 jährlich 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für klassische Verteidigung auszugeben – mit Investitionen in Infrastruktur und andere sicherheitsrelevante Bereiche sollen es sogar fünf Prozent sein. In Ankara soll überprüft werden, wie weit die Verbündeten bei der Umsetzung sind. Bei den oben genannten Zahlen handelt es sich um klassische Verteidigungsausgaben.












