Nach Insolvenz
Süßwarenhersteller DreiMeister schließt – alle Jobs weg
02.07.2026 – 18:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Suche nach einem Investor blieb erfolglos: DreiMeister Spezialitäten aus Werl stellt den Betrieb ein. Alle verbliebenen Mitarbeiter werden entlassen.
Der insolvente Pralinen- und Süßwarenhersteller DreiMeister Spezialitäten aus Werl in Nordrhein-Westfalen stellt seinen Betrieb ein. Nachdem sich kein Investor gefunden hat, wird das Werk geschlossen. Das teilte Insolvenzverwalter Michael Schütte mit.
Bei einer Betriebsversammlung am Dienstag erhielten die noch verbliebenen 101 Beschäftigten ihre Kündigung. Nach Angaben des Insolvenzverwalters reicht die Insolvenzmasse nicht aus, um die Gehälter während der Kündigungsfrist zu finanzieren. Deshalb hätten die Betroffenen vom ersten Tag an Anspruch auf Arbeitslosengeld. Mitarbeiter der Agentur für Arbeit seien bei der Betriebsversammlung anwesend gewesen und hätten die Beschäftigten bei den notwendigen Formalitäten unterstützt.
Schütte zufolge blieb die Suche nach einem Käufer erfolglos. „Trotz intensiver Bemühungen hat niemand ein konkret umsetzbares Angebot für einen Einstieg oder die Übernahme des Unternehmens abgegeben“, sagte der Insolvenzverwalter. Für potenzielle Investoren sei es schwierig gewesen, die wirtschaftlichen Perspektiven des Unternehmens einzuschätzen. Unklar sei gewesen, welche Kunden- und Lieferbeziehungen nach der Insolvenz fortbestanden hätten.
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Gründung in den 1970er-Jahren
Das Unternehmen hatte im Mai ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Damals hatte das Amtsgericht Arnsberg den Wirtschaftsjuristen Michael Schütte zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Ziel war es, die wirtschaftliche Lage zu prüfen und Möglichkeiten für eine Sanierung auszuloten. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte DreiMeister nach Unternehmensangaben noch mehr als 150 Mitarbeiter.
Als Ursachen für die Insolvenz nennt Schütte den Ausfall von Kunden, gestiegene Rohstoffpreise und Ernteausfälle. Hinzu seien Investitionen im Zuge einer geplanten Erweiterung des Produktangebots gekommen, die mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, des Ukraine-Kriegs und der Energiekrise zusammenfielen.
Das Familienunternehmen wurde in den 1970er-Jahren gegründet und produziert nach eigenen Angaben Pralinen, Trüffel und weitere Schokoladenspezialitäten.












