Einsatz in Winterhude
Großrazzia wegen Kindergeldbetrugs in Flüchtlingsunterkunft
Aktualisiert am 25.06.2026 – 09:07 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Polizei hat am Donnerstag Bewohner einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft kontrolliert. Die Familienkasse prüfte dabei 150 Verdachtsfälle.
Die Hamburger Polizei hat am Donnerstagmorgen eine große Flüchtlingsunterkunft in Winterhude kontrolliert. Im Auftrag der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit überprüften Einsatzkräfte dort die Personalien der Bewohner. Hintergrund ist der Verdacht auf Kindergeldbetrug.
Nach Angaben eines Sprechers der Bundesagentur geht es insbesondere um den Verdacht, dass Identitäten oder Staatsangehörigkeiten vorgetäuscht wurden. Außerdem wurde kontrolliert, ob die gemeldeten Eltern und Kinder tatsächlich in der Unterkunft leben. Insgesamt wurden 150 Verdachtsfälle überprüft.
Großeinsatz in der City Nord
Der Einsatz begann gegen 6 Uhr mit einer Lagebesprechung. Wenig später starteten die Kontrollen im sogenannten Ukraine-Haus. Sie dauerten nach Angaben der Polizei weniger als zwei Stunden.
Im Einsatz waren Beamte der Landespolizei und des Landeskriminalamts. Laut einem Reporter vor Ort unterstützten außerdem eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) sowie zwei Hundertschaften die Kontrollen.
In der Unterkunft in der City Nord sind nach Angaben des Reporters rund 920 Menschen gemeldet. Die Unterkunft war in der Vergangenheit bereits mehrfach Schauplatz größerer Polizeieinsätze, unter anderem wegen Gewalttaten unter Bewohnern.












