„Das macht mir Angst“
Katja Krasavice spricht über Tod ihrer Brüder
24.06.2026 – 19:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie gilt als laut und provokant. Doch in ihrem Leben hat Katja Krasavice schon schwere Verluste erfahren, die sie nachdenklich stimmen.
In ihrer Musik und in den sozialen Medien präsentiert sich Katja Krasavice stets selbstbewusst. Doch die Rapperin hat auch noch eine andere Seite. Im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung erzählt sie nun von ihrer tragischen Familiengeschichte, unter anderem vom Tod ihrer zwei Brüder.
Ihr Bruder Max starb, als Katja Krasavice fünf Jahre alt war. Er erkrankte an Knochenkrebs und wurde nur 18 Jahre alt. Den Verlust habe sie damals kaum begreifen können. Inzwischen sei er zu einer Art Begleiter geworden: „Jetzt merke ich, dass ich ja fast jeden Tag darüber rede.“
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Noch intensiver beschäftigt sie der Tod ihres Bruders Oto einige Jahre später. Er lebte in Tschechien, wo auch Krasavice geboren wurde, und nahm sich im Alter von 30 Jahren das Leben. Zu diesem Zeitpunkt saß er im Gefängnis. „Er war ein Gangster. Aber ein toller Mann, hübsch und selbstbewusst“, erzählt Krasavice über ihn.
Mit ihrer Mutter redet sie kaum über ihn oder seinen Tod. „Ich will sie aber auch nicht belasten; das ist ihr erstes Kind. Ich habe da viel zu viel Respekt vor ihren Gefühlen, als dass ich da nachhaken möchte“, sagt sie. Immerhin gehe die ältere Generation anders mit Problemen um. „Ich respektiere das auch.“
„Ich finde es einfach gruselig“
Den Gedanken, dass sich solche Erlebnisse in Familien wiederholen könnten, lasse sie nicht los. „Solche Gedanken sind schließlich vererbbar. Das liegt ja oft in der Familie, so ein Suizid. Das macht mir Angst. Ich finde es einfach gruselig“, gesteht Katja Krasavice.
Neben den Verlusten ihrer Brüder habe auch das Aufwachsen mit einem alkoholkranken Stiefvater ihre Kindheit geprägt. „Mich hat er nie geschlagen. Aber es reicht ja schon, wenn du vor einem Kind die Mutter schlägst“, erzählt sie. Die Anspannung zu Hause sei dauerhaft gewesen: „Kam sein Transporter auf das Grundstück gefahren, begann das Zittern.“ Für ihre Nichte und ihren Neffen möchte sie deshalb immer eine verlässliche Bezugsperson sein.
Hinweis der Redaktion: Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.












