Umfrage zeigt
Was das Label „regional“ wirklich bedeutet
23.06.2026 – 00:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Interesse an regionalen Lebensmitteln steigt. Der Handel macht sich das zu Nutzen – auf Kosten der Kunden.
Als „regional“ gekennzeichnete Lebensmittel werden bei Konsumenten immer beliebter. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage. Dort gaben 41 Prozent an, dass ihnen der Kauf regionaler Lebensmittel aktuell wichtiger ist als noch vor einem Jahr. Fünf Prozent stimmen der Aussage nicht zu. Der Rest war unentschlossen, beziehungsweise konnte keine konkreten Angaben hierzu machen.
Was ist „regional“?
Doch was genau heißt „regional“? Für 20 Prozent der Befragten gilt ein Produkt als regional, wenn es innerhalb eines Radius von 30 Kilometern produziert wurde. Etwa jeder Dritte toleriert eine Entfernung von unter 50 Kilometern. Fakt ist jedoch, dass die Begriffe „Region“, „regional“, „Heimat“ oder „von hier“ gesetzlich nicht geschützt sind. Jeder Händler kann somit eigene Maßstäbe für die Definition anlegen. Das führt dazu, dass einige Produkte tatsächlich aus der unmittelbaren Umgebung stammen, während andere aus deutlich weiter entfernten Gebieten kommen oder lediglich vor Ort weiterverarbeitet wurden.
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Regionale Produkte erkennen
Wer wirklich regionale Lebensmittel aus der Umgebung kaufen möchte, sollte auf eine konkrete Ortsangabe auf der Verpackung achten – beispielsweise „aus der Uckermark“ oder „aus Brandenburg“. Andernfalls kann es sein, dass das Lebensmittel etwa aus Übersee stammt, aber in der Nähe weiterverarbeitet wurde.
Am besten ist jedoch der Einkauf auf dem Wochenmarkt, im Hofladen oder über eine solidarische Landwirtschaft. Das unterstützt lokale Betriebe.
Zur Methodik
An der YouGov-Umfrage im Auftrag der Einzelhandelskette Kaufland haben 2.029 Personen teilgenommen. Sie wurden zwischen dem 10. und 12. April 2026 befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse wurden anschließend entsprechend gewichtet.











