Rückschlag in „Politbarometer“
FDP: „Kubicki-Effekt“ verpufft schnell
05.06.2026 – 08:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Die FDP sackt unter die Fünf-Prozent-Marke. Der neue Parteichef Kubicki gibt dennoch ein ehrgeiziges Ziel vor.
Die FDP verharrt im Umfragetief. Laut „Politbarometer“ kommt die Partei auch unter dem neuen FDP-Chef auf drei Prozent (unverändert). Die Union legt um einen Punkt zu auf 25 Prozent, bleibt aber hinter der AfD, die auf 27 Prozent Zustimmung kommt plus 1). Die SPD verharrt bei 12 Prozent. Die Grünen kämen auf 14 Prozent (minus eins) und die Linke auf elf Prozent (minus eins).
Eine Umfrage von Forsa hatte die FDP zuletzt bei über fünf Prozent gesehen . Der neue Parteichef Kubicki hatte dies auf der Plattform X mit den „FDP-Effekt“ kommentiert.
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Der libertäre Kubicki hatte sich am vergangenen Wochenende bei der Wahl zum FDP-Chef gegen die linksliberale Herausforderin Marie-Agnes Strack-Zimmerman durchgesetzt. Er gab sich vom Rückschlag im „Politbarometer“ unbeeindruckt und sagte bei einem Auftritt in Kiel zum 80-jährigen Jubiläum der FDP in Schleswig-Holstein: „Es ist jetzt nicht das Ende, sondern der Anfang.“
Kubicki spricht von Zehn-Prozent-Ziel

Kubicki gab sich kämpferisch und erklärte, die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die Liberalen seien tot, habe bei ihm und den rund 70.000 Parteimitgliedern dafür gesorgt zu sagen: „Das werden wir euch zeigen“. Nun sei der erste Schritt getan, doch das „Tageswerk“ sei erst bei einem Stimmenanteil von zehn Prozent geschafft.
Zu Beginn des Jahrhunderts hatte der damalige FDP-Chef Guido Westerwelle die FDP zur Spaßpartei ausgerufen und als Wahlziel ein Ergebnis von 18 Prozent ausgegeben. Der liberale Aufbruch endete 2013 mit dem erstmaligen Scheitern beim Einzug in den Bundestag. Die Partei hatte sich dann unter der Führung von Christian Lindner erneuert und mit Personal wie Agnes Strack-Zimmermann, Konstantin Kuhle, Johannes Vogel und Volker Wissing ihr sozialliberales Profil geschärft.
Strack-Zimmermann begründete ihre überraschende Kandidatur mit dem Ziel, die linksliberale Anhängerschaft an die Partei zu binden. Sie sagte dem „Handelsblatt“: „Da drohte ein regelrechtes Erdbeben an Austritten.“











