90. Jubiläum
Tausende Jobs, Promis zu Gast: Das plant der Flughafen jetzt
Aktualisiert am 29.05.2026 – 08:02 UhrLesedauer: 3 Min.
Forschung war von Beginn von großer Bedeutung am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg: Noch während der Bauzeit siedelte sich das erste Labor an.
Am 27. Mai 1936 erhielt der Braunschweiger Flughafen seine Zulassung: Das Luftfahrtamt Hannover erteilte diese für den „Öffentlichen Verkehrsflughafen I. Ordnung Braunschweig-Waggum“. 90 Jahre später ist der Flughafen „ein Verkehrsflughafen und Kristallisationspunkt für einen der bedeutendsten Orte der Mobilitätsforschung in Europa“, heißt es in der Mitteilung des Airports zum Jubiläum.
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Forschung spielte offenbar von Beginn an eine große Rolle: Das macht etwa deutlich, dass bereits vor der Flughafen-Eröffnung das „Institut für Luftmesstechnik und Flugmeteorologie“ im Dezember 1935 eröffnet. Das „Luftfahrttechnische Institut“ der Technischen Hochschule kam in den Folgejahren hinzu.
Früherer Flughafen: Heute Standort für Landwirtschaftsforschung
Seinerzeit hatte es in Braunschweig übrigens drei Flughäfen gegeben: Für jenen in Broitzem wurde der Flughafen in Waggum gebaut. Der Broitzemer diente fortan militärischen Zwecken. Einen weiteren gab es in Völkenrode – hier hatte die Deutsche Forschungsanstalt für Luftfahrt (DFL) ihren Sitz. Heute ist es Standort für das Thünen-Institut für Landwirtschaftsforschung, informiert der Flughafen.

Der Verkehrsflughafen in Waggum wurde indes an das Luftfahrtnetz der Deutschen Lufthansa angeschlossen, deren Kraniche noch heute in der Empfangshalle am Lilienthalplatz zu sehen sind. Neben innerdeutschen Flügen konnte man europaweite Anschlussflüge buchen. Zu Flugschauen kamen bis zu 70.000 Zuschauer, heißt es in der Mitteilung.

Flughafen glich bei Kriegsende einem Schrottplatz
Am 27. August 1939 übernahm laut Airport Braunschweig die Luftwaffe den Flughafen, der fortan den Tarnnamen „Weißkohl“ trug. Bei Kriegsende 1945 glich der Flughafen einem Schrottplatz, heißt es in der Mitteilung – und weiter: Piloten landeten hier auf der Flucht aus dem Osten, Buntmetalldiebe hatten die Maschinen danach schnell filetiert.
Nach Plänen, den Flughafen als Acker- oder Bauland zu nutzen, setzte sich der damalige Oberbürgermeister Ernst Böhme 1947 für den Erhalt ein, um die Stadt auch künftig an den Flugverkehr anzubinden, berichtet der Flughafen.











