Entzündungen an Leber und Nieren
Alle Koala-Jungtiere im Stuttgarter Zoo tot
Aktualisiert am 28.05.2026 – 09:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Koala-Drama in Stuttgart: Alle Jungtiere, die im Zoo zur Welt kamen, sind tot. Die Verantwortlichen rätseln: Gibt es einen Zusammenhang?
Das Koala-Mädchen Jingeri war die letzte Hoffnung. Doch jetzt ist auch sie tot, wie der Stuttgarter Zoo Wilhelma in einem Instagram-Beitrag mitteilte. Demnach starb das Tier bereits in der vergangenen Woche – und damit sind nun ausnahmslos alle Jungtiere tot, die jemals im Zoo geboren wurden.
„Die genaue Todesursache wird derzeit noch untersucht“, heißt es im Instagram-Beitrag zu Jingeris Tod. „Bislang wurden Entzündungen an Leber und Nieren festgestellt.“
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Ein Zusammenhang mit den vorangegangenen Todesfällen sei derzeit nicht ersichtlich, sagte ein Sprecher des Zoos t-online. „Der Körper des Tieres wird aber auch noch pathologisch untersucht.“ Daher sei eine abschließende Beurteilung im Augenblick nicht möglich.
Koalas relativ neu im Zoo: „Nicht einfach zu halten“
In der Wilhelma gibt es erst seit Sommer 2023 Koalas. Der Zoo hatte damals vier der Tiere für seine neue „Terra Australis“ erhalten, zwei Männchen und zwei Weibchen. „Koalas sind extrem schwer zu bekommen, weil sie nicht einfach zu halten sind“, sagte damals Zoodirektor Thomas Kölpin.
Bei der Anschaffung der Tiere teilte die Wilhelma mit, sie wolle sich mit den Koalas an einem Zuchtprogramm beteiligen. Im Juni 2024 waren dann Borobi und Jimbelung geboren worden. Beide Tiere wurden aber nur etwas über ein Jahr alt.
Zuerst starb Jimbelung im August vergangenen Jahres an einer Atemwegserkrankung. Ende Dezember folgte das andere Jungtier Borobi. Der Koala-Junge habe schon seit mehreren Monaten an einer langwierigen Lungenentzündung gelitten, teilte der Zoo damals mit. Nach dem Eintreten der ersten Symptome seien „im engen Dialog mit Koala-Expertinnen und Experten sowie Lungenspezialisten aus der Humanmedizin verschiedene, teils sehr intensive Therapien durchgeführt“ worden. Borobi konnte aber nur zeitweise stabilisiert werden, dann verschlechterte sich sein Zustand so sehr, dass der Zoo entschied, ihn einzuschläfern.
Beim Tod von Borobi hatte die Wilhelma noch hoffnungsvoll auf Jingeri als neuen Nachwuchs verwiesen. Nun ist auch sie gestorben.
Auch ein erwachsenes Koala-Weibchen nach Bakterien-Infektion tot
Außerdem musste eines der beiden erwachsenen Koala-Weibchen namens Scarborough im Januar wegen ihrer deutlich schlechter werdenden Gesundheit eingeschläfert werden. Später war eine schwere Blutarmut bei dem Tier festgestellt worden, wie es in einer Mitteilung der Wilhelma hieß. Somit leben jetzt noch drei erwachsene Koalas in der Wilhelma, zwei Männchen und ein Weibchen.











