Was dahintersteckt
„Vasco da Gama“ dreht plötzlich um – und bricht Kreuzfahrt ab
25.05.2026 – 12:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich sollte die „Vasco da Gama“ Kurs auf Hamburg nehmen – doch in der Nacht drehte sie überraschend um. Jetzt wurde die geplante Reise komplett abgesagt.
Die „Vasco da Gama“ des Reiseveranstalters nicko cruises ist auf dem Weg nach Hamburg überraschend umgekehrt. Laut „Schiffe und Kreuzfahrten“ ließ sich aus den Positionsdaten ableiten, dass das Kreuzfahrtschiff in der Nacht zum Sonntag seine Geschwindigkeit reduziert und den Zielhafen von Hamburg zurück auf Brest in Frankreich geändert hatte.
Dort hatte die „Vasco da Gama“ mehrere Wochen in einer Werft gelegen. Der Grund waren Reparaturarbeiten gewesen. Denn wegen des Defekts an einem der Verstellpropeller war die Reisegeschwindigkeit des Schiffs zuletzt eingeschränkt, die letzten Etappen der Weltreise 2025/2026 konnten deshalb nicht wie geplant stattfinden. Ende April wurde der Betrieb in Lissabon eingestellt, dann begannen die Reparaturen in Brest.
Erst am Samstag hatte nicko cruises verkündet, dass das Schiff in Richtung Hamburg aufgebrochen sei. Von dort sollte am Dienstag, 26. Mai, die nächste Kreuzfahrt starten.
Dazu wird es allerdings nicht mehr kommen. Die Reederei sagte die 14-tägige Reise mit Zielen unter anderem in Bergen, Geiranger, den Lofoten und dem Nordkap ab.
Technische Probleme verhindern die Weiterfahrt
„Während der Überfahrt trat jedoch unerwartet ein neuer technischer Defekt an einer der Maschinen auf“, zitiert „Schiffe und Kreuzfahrten“ eine Mitteilung eines Veranstalters. Man habe daraufhin nach sorgfältiger Abwägung entschieden, nach Brest zurückzukehren, „um die Ursache umfassend zu prüfen und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten“. Die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Schiffsbetriebs habe jederzeit oberste Priorität.
Dass dadurch die bevorstehende Reise ab Hamburg ausfalle, „trifft auch uns sehr“, heißt es. Und weiter: „Auch wir haben dem Neustart mit großer Freude entgegengesehen.“ Das aktuell aufgetretene technische Problem stehe in keinerlei Zusammenhang mit den kürzlich in der Werft durchgeführten Reparaturarbeiten am steuerbordseitigen Propeller, betonte der Veranstalter. Wann das Schiff den Kreuzfahrtbetrieb wieder aufnehmen kann, ist derzeit offen.












