Mehr als 150 Mitarbeiter betroffen
Pralinenhersteller DreiMeister beantragt Insolvenz
Aktualisiert am 21.05.2026 – 17:43 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Süßwarenhersteller DreiMeister aus Werl ist zahlungsunfähig. Ein Sachwalter soll nun prüfen, ob eine Sanierung des Unternehmens möglich ist.
Der Pralinen- und Süßwarenhersteller DreiMeister Spezialitäten GmbH & Co. KG aus Werl in Nordrhein-Westfalen hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Das geht aus einem Beschluss des Amtsgerichts Arnsberg hervor.
Das Gericht ordnete am Mittwoch die vorläufige Eigenverwaltung nach Paragraf 270b der Insolvenzordnung an. Damit bleibt die Geschäftsführung zunächst im Amt, das Unternehmen steht jedoch unter Aufsicht eines vorläufigen Sachwalters. Zu diesem wurde der Wirtschaftsjurist Michael Schütte aus Gütersloh bestellt.
Pralinenhersteller insolvent: Zukunft von Süßwarenhersteller offen
Er soll die wirtschaftliche Lage des insolventen Unternehmens sowie die vorgelegte Sanierungsplanung prüfen. Zudem soll untersucht werden, ob ausreichende Mittel vorhanden sind, um die Kosten des Verfahrens zu decken.
Im Video | Insolvenz: Wann es passiert und was das bedeutet
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Das Amtsgericht setzte außerdem laufende Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen das Unternehmen vorläufig aus. Dadurch soll die wirtschaftliche Stabilisierung des Betriebs erleichtert werden. Wie es für den Süßwarenhersteller weitergeht, ist derzeit offen.
Mehr als 150 Mitarbeiter von Insolvenz betroffen
Nach Angaben des Unternehmens waren zuletzt mehr als 150 Mitarbeiter beschäftigt. DreiMeister produziert nach eigenen Angaben Pralinen- und Trüffelspezialitäten und betreibt am Standort in Werl-Westönnen auch einen Werksverkauf. Zu möglichen Ursachen der finanziellen Schwierigkeiten machte das Unternehmen keine Angaben. Geschäftsführer Markus Luckey äußerte sich nicht öffentlich zu dem Verfahren.
Das Familienunternehmen wurde in den 1970er-Jahren gegründet und ist vor allem für Premium-Pralinen und Schokoladenprodukte bekannt.












