Laut Studie
So viele Stunden mehr Sport könnten das Herz effektiver schützen
Aktualisiert am 21.05.2026 – 10:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Reichen zweieinhalb Stunden Bewegung pro Woche? Einer neuen Studie zufolge könnte deutlich mehr Bewegung auch größere gesundheitliche Nutzen mit sich bringen.
Um das Herz-Kreislauf-System wirksamer vor Krankheiten zu schützen, könnte einer neuen Studie zufolge deutlich mehr Bewegung nützlich sein als bislang von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. Erwachsene sollten demnach versuchen, sich etwa 560 bis 610 Minuten pro Woche – also rund 10 Stunden – zu bewegen, um ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche deutlich zu senken, empfiehlt ein Team der chinesischen Macao Polytechnic University im Fachmagazin „British Journal of Sports Medicine“.
Mit Bewegung ist in der Studie Sport gemeint, der über leichte Bewegung hinausgeht, also entweder moderate Aktivität – hierbei kommt man leicht außer Atem, kann sich aber noch unterhalten – oder intensive Aktivität: Hierbei ist die Belastung so hoch, dass man deutlich schwerer atmet und das Sprechen schwerfällt.
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Andere Herangehensweise als bei der WHO
Die Wissenschaftler werteten Daten von 17.088 Menschen aus einer britischen Gesundheitsdatenbank – der UK Biobank – aus. Diese trugen eine Woche lang Beschleunigungssensoren, die ihre typische Aktivität aufzeichneten. Außerdem wurde bei einem Test auf dem Fahrrad ihre maximale Sauerstoffaufnahme getestet und geschätzt. Danach wurde über einen Zeitraum von rund acht Jahren beobachtet, welche Krankheiten bei den Probanden auftraten.
Das zentrale Ergebnis ihrer Studie fassen die Autoren so zusammen: Die Einhaltung der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation – mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche – senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche um etwa 8 bis 9 Prozent. Bei 560 bis 610 Minuten Bewegung pro Woche lag die Verringerung des Risikos deutlich höher, nämlich bei mehr als 30 Prozent. Allerdings wurde dieses hohe Ausmaß an Bewegung auch nur von 12 Prozent der Studienteilnehmer erreicht.
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Die Empfehlungen der WHO sind als Minimum gedacht, um einen grundlegenden Schutz gegen eine Vielzahl von Krankheiten zu bieten und die Sterblichkeit in der breiten Bevölkerung zu senken. Die Weltgesundheitsorganisation setzt eine Schwelle an, die für große Teile der Bevölkerung realistisch erreichbar ist, da der größte gesundheitliche Gewinn bereits beim Schritt von völliger Inaktivität zu ein wenig Bewegung erzielt wird. Im Gegensatz zur neuen Studie, die auf Messungen von Sensoren basiert, beruhen die Daten, auf die sich die WHO-Empfehlung stützt, hauptsächlich auf Selbstangaben von Studienteilnehmern.
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