„Ungläubige“ sollten sterben
Plante 17-Jähriger einen Anschlag? Neue Details
12.05.2026 – 13:31 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Jugendlicher soll in Hamburg mehrere Anschlagsszenarien geprüft haben – mit Sprengstoff, Molotowcocktail oder Messer. Nun spricht die Staatsanwaltschaft.
Nach der Festnahme eines 17-jährigen Syrers wegen eines mutmaßlich geplanten Terroranschlags in Hamburg gehen die Ermittler derzeit von einem Einzeltäter aus. „Es gibt bislang keine Anhaltspunkte für Mittäter oder Hintermänner“, erklärte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft.
Spezialkräfte der Polizei hatten den Jugendlichen bereits am Donnerstag vergangener Woche festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sitzt er inzwischen in der Justizvollzugsanstalt Hahnöfersand in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer terroristischen Straftat sowie der Terrorismusfinanzierung ermittelt.
Mehrere mögliche Anschlagsziele geprüft
Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den 17-Jährigen inspiriert haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass er geplant haben soll, eine unbestimmte Zahl von „Ungläubigen“ zu töten. Demnach prüfte der Jugendliche offenbar mehrere mögliche Angriffsszenarien.
- Terrorverdacht in Hamburg: 17-Jähriger plante offenbar Anschlag – vom IS inspiriert
„So soll er geplant haben, entweder in einem Einkaufszentrum oder einer Polizeiwache oder einer Bar einen Anschlag zu verüben, und zwar auch mit verschiedenen Alternativen, entweder per Sprengstoff oder auch mit einem Molotowcocktail oder mit dem Messer“, hatte die Generalstaatsanwaltschaft am Montag mitgeteilt.
17-Jähriger soll IS-Symbole verbreitet haben
Nach bisherigen Ermittlungen soll sich der Jugendliche bereits Dünger, Grillanzünder, eine Sturmhaube und ein Messer beschafft haben.
Außerdem läuft eine psychiatrische Begutachtung des Beschuldigten. Sie ist laut Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen. Die Untersuchung steht im Zusammenhang mit einem weiteren Verfahren wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Vereinsgesetz und anderer Delikte. Der 17-Jährige soll in sozialen Netzwerken Symbole des IS veröffentlicht haben.










