Zeugin berichtet von Geiselnahme
„Es war ein banges Warten“
Aktualisiert am 08.05.2026 – 14:50 UhrLesedauer: 2 Min.
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Überall Blaulicht, Elitepolizisten mit schwerem Gerät, Hubschrauber in der Luft – und die Angst, dass die Situation eskaliert. Eine Ladeninhaberin berichtet aus dem inneren Absperrungsring in Sinzig.
In einer Volksbankfiliale im rheinland-pfälzischen Sinzig haben am Freitagmorgen vermutlich mehrere Täter Geiseln genommen und in einen Raum eingesperrt. Die Polizei beschrieb die Lage lange als „statisch“, dann stürmte ein SEK-Kommando die Bank – fand dort aber keine Täter mehr vor. Einer Augenzeugin zufolge hatte sich zuvor eine regelrechte Belagerungssituation vor der Bank ergeben.
„Um kurz nach 9 Uhr wurde alles abgesperrt“, berichtete die Frau t-online. Die Ladenbesitzerin aus Sinzig war gerade noch beim Bäcker gewesen, dann in ihr Geschäft zurückgekehrt – und dann saß sie plötzlich dort fest.
Die Polizei habe zwei Absperrringe um die Volksbank gezogen, sagte sie. Am späten Vormittag teilten die Beamten mit: „Für Bürgerinnen und Bürger, die sich außerhalb der Absperrung befinden, besteht zum derzeitigen Stand keine Gefahr.“ Die Ladenbesitzerin, die anonym bleiben möchte, befand sich im Inneren der beiden Absperrringe. Hier sollten die Menschen nicht auf die Straße gehen.
„Es war ein mulmiges Gefühl“, sagte die Händlerin t-online. Sie habe gesehen, wie Elitepolizisten mit schwerem Gerät ankamen, Schutzkleidung anlegten, sich vermummten. „Mit Maschinenpistolen bewaffnet liefen die SEK-Beamten über den Platz“, berichtete die Frau. „Es kamen immer mehr – und dann war alles voll.“
Neben der Polizei war auch die Feuerwehr vor Ort, Rettungswagen standen für den Notfall bereit. Über der Innenstadt kreisten ständig zwei Hubschrauber.












