Schluss mit E-Bikes und Batterien
Porsche stellt Randgeschäfte ein – und streicht Hunderte Stellen
08.05.2026 – 15:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Wie alle deutschen Autobauer ächzt auch Porsche unter schlechten Verkaufszahlen. Jetzt streichen die Stuttgarter ganze Geschäftszweige zusammen.
Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche zieht bei der Batteriezell-Tochter Cellforce und anderen Randgeschäften die Reißleine und streicht insgesamt rund 500 Arbeitsplätze in Deutschland und Kroatien. Für Cellforce gebe es im Rahmen der strategischen Neuausrichtung mit einer technologieoffenen Antriebsstrategie keine ausreichend tragfähige Perspektive mehr, teilte Porsche am Freitag mit. Die Geschäftsleitung werde Gespräche mit dem Betriebsrat zur Schließung des Unternehmens aufnehmen. Rund 50 Mitarbeiter seien von dem Schritt betroffen.
Cellforce sollte ursprünglich eine Batteriezellfabrik mit einem Produktionsvolumen von
etwa einer Gigawattstunde pro Jahr bauen. Doch die Pläne wurden schon im Sommer 2025 eingedampft, die Fabrik gestrichen. Stattdessen sollte sich Cellforce auf die Entwicklung konzentrieren. Porsche reagiert damit auf das schwächelnde Geschäft mit Elektro-Sportwagen, das sich nicht so rasch entwickelt wie ursprünglich vorhergesagt.
Auch das Geschäft mit E-Bikes wird eingestellt. In Ottobrunn und Zagreb verlieren rund 350 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Die Porsche eBike Performance wurde dem Unternehmen zufolge gegründet, um leistungsstarke E-Bike-Antriebssysteme zu entwickeln und weltweit zu vermarkten. Weitere 90 Arbeitsplätze fallen bei der Software-Tochter Cetitec in Pforzheim und Kroatien weg. Das Unternehmen entwickelte eigentlich spezialisierte Software für Datenkommunikation. Inzwischen habe sich aber auch hier das Marktumfeld verändert und Entwicklungsumfänge seien verlagert worden, hieß es.











